Band 
Erster Band.
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Geschichte der Jesuiten. l8r

erweitern, je nachdem er es nöthig fand. Selbst seine As-sistenten hatten weiter keine besondere Macht über ihn. Crkonnte sie in wichtigen Fallen zu Rathe ziehen. Allein ihreVorschlage hatten für ihn keine verbindende Kraft. Erallein entschied in streitigen Fallen, und sein Wille hatteimmer Gesetzeskraft.

Er hakte noch andere Assistenten zur Seite, welche dieCongregation erwählte. Ihre Pflicht war, für die Be«Lürfnisse des Generals in Ansehurg der Kleidung und desTisches geziemende Sorge zu tragen; ihn in seinen Berufs-pflichten zu unterstützen, ihm gemeinnützige Vorschlage zumachen, und feine Fehltritte der Gesellschaft anzuzeigen.Allein er hatte nichts zu befürchten. Da es in seiner Machtstund, sie zu entfernen, und sich selbst andere an ihre Stellezu erwählen, so wußte cr sie, da sie gewöhnlich in so hohenOrdenswürden von Ambition regiert wurden, immer zwi-schen Furcht und Hoffnung in Abhängigkeit zu erhalten.

Alle Collegien und Häuser der Gesellschaft stunden un-mittelbar unter seiner Aufsicht. Er wählte alle Profcsso-ren» alle Beichtvater, und konnte sie nach Gulbefinden ent-fernen. Gleiche Beschaffenheit hatte es mit den Missio-nen. Er beherrschte sie unbeschränkt *). Er hatte inVersendungen der Missionaricn keine andere Vorschriften,als jene seiner Willkühr, oder seiner Politik. Alles hienghierin von seiner Leitung und von seinen Befehlen ab. DieMissionarien stunden mit ihm in einem beständigen Brief-Wechsel, und durften Niemanden als ihm von den Progres.sen, die sie in fremden Welttheilen machten, Rechenschaftgeben.

Eben so willkührlich verwaltete er die Einkünfte und

*) Oensr^Iis in Ulissionidus vmnem lisvedic porektslem — mir.lere polerir omnes sibi »udäilc», millencio« jiiäicLverir,sci <^uLsc>imc^us inuncli pr»rre5, L>l luotlri, cernpus, s>rour eiviäevicur; polsrit euain inisros revecLie. I'art. IX.

c-r?. III. §. IX.