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Drittes Buch.
„— Seine Regierung ist unabhängig und unbeschrankt.„Wenn er gleich wahnsinnig und im Irrthum versunken ist,
„ so hat er doch noch immer den größten Theil der Gesellschaft„für sich, der ihm seinen Beyfall bezeuget. Denn andere ha«„ben auch ihre Irrthümer; andere genehmigen Alles, um„sich ihm gefällig zu machen; und wieder andere, und„zwar der größte Theil, wagt es nicht, einem so mächtigen„Vorgesetzten zu widersprechen, theils um in Ruhe unge«„stört leben, theils um Aemter und Würden erhäschen,„oder die erhäschten behalten zu können *)."
Dem Stolze eines einzelnen Menschen wurde in keinereiner einzigen Regierung so knechtisch geschmeichelt, alsin der Regierung der Jesuiten. Ihr General kam nichtals Mensch, sondern als wirklicher Statthalter Gottes zumVorschein, von dem jeder Untergebener in blinder Unterwer«fung abhängen, und dessen Befehle dieser nicht als m en sch-liche, sondern als göttliche Vorschriften befolgenmußte. Der Jesuite war unter den Handen seines Obernnichts weiter, als ein Cadaver, der sich leidend gegen alleStösse verhalten mußte, die ihm der Obere beybrachte. Ermußte sich, wie der Stock in der Hand eines Greisen, verhal-ten, der allenthalben sich hinwenden muß, wohin derjenige,der sich desselben bedient, hingehn will **). Er mußt? seiner
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