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Erster Band.
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Geschichte der Jesuiten. 19;

gemunkert. Selbst der Orden unterließ nicht, seine ge-lehnen Glieder überall in das Vortheilhasteste Licht zu stel-len, und ihren Ruf zu verbreiten.

Indessen kann auch nicht gelaugnet werden, daß ihreganze Einrichtung des Schulwesens Vorzüge hatte, dieallerdings unserer Aufmerksamkeit würdig sind. Um dieseEinrichtung naher kennen zu lernen, will ich das Wesent-lichste aus ihrer sogenannten Larlo Ltulliorum ausheben.

Ausser dem Ordensprovinziale, welcher die höchsteAufsicht über die Collegien seiner Provinz hatte, waren aneinem jeden Collegium noch ein Rektor, und zwey Stu-dienprafekte, von welchen alles, was auf das Studien-Wesen im weitesten Sinne Beziehung hatte, angeordnetwurde. Der Rektor mußte dem Provinziale, dem Rek-tor die Prafekten, diesen alle Professoren und SchülerGehorsam leisten.

Die Professoren wurden von dem Provinziale gewählt,und dieser hatte die Pflicht, bey solchen Wahlen mit derhöchsten Vorsicht zu Werke zu gehen. Nur die Gelehrte-sten und die Fleißigsten sollten als Lehrer angestellt werden.

In den Hähern Schulen waren Lehrer der heil. Schrift,der hebräischen Sprache, der scholastischen Theologie, derKasuistik, der Philosophie, der Ethik, der Mathematik,und in den niedern Schulen Lehrer der Rhetorik, der Hu-manität oder Poesie, und der höchsten, mittleren und un-tersten Grammatik angestellt.

Der Lehrer der heil. Schrift, wozu nicht bloß einSprachgelehrter, sondern zugleich ein in der scholastischenTheologie und in allen übrigen Wissenschaften, in der Ge-schichte, und vorzüglich selbst in den Rednerkünsten wohlbewanderter Religiöse gewählt werden mußte, war in sei-nem Vortrage auf den bloßen Gebrauch der Vulgata be-schrankt, von welcher er nicht abweichen durfte.

Der Lehrer der hebräischen Sprache hatte die hebräi-sche Bibel zu erklären.