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Erster Band.
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Geschichte der Jesuiten.

die Pariser fanden wenig Geschmack an diesen Fremd-lingen, und sie waren immerfort dem öffentlichen Spotteund Gelächter ausgesetzt. Man predigte sogar wider sie,und schilderte sie als Heuchler und verdächtige Leute. Selbstein Doktor der Sorbonne eiferte gegen sie, und gab denRath, sie als verdächtige Bettler und Landstreicher ausdem Reiche zu jagen.

Damals hielt sich der Cardinal Carl von Lotha-ringen, einer der reichsten, stolzesten und ehrsüchtigstenMänner seiner Zeit, in Rom auf. Jgnaz wußte sei-nen Leidenschaften so geschickt zu schmeicheln, daß dieserversprach, bey seiner Zurückkunft in Frankreich denOrden in seinen besondern Schutz zu nehmen. Es geschahauch wirklich auf seine Vorstellungen, daß der KönigHeinrichH. im Januar 155» durch Patentbricfe den Je-suiten erlaubte, von dem erbettelten Almosen sich in Pa-ris, aber in keiner andern Stadt des Königreiches, einHaus und ein Collegium zu erbauen, und nach ihren Regelnund Statuten zu leben. Der König befahl zugleich seinenParlementshöfen, diese Patentbriefe einzuregistriren. Al-lein das Parlement weigerte sich dessen, und beschloß, demKönige Vorstellungen hierüber zu machen. Die Gründe,die der Generalprokurator Bruslart, Marillac undSegnier anführten, bezogen sich hauptsächlich auf dreyPunkte. Erstens fand man die Errichtung eines neuenOrdens um so mehr »»nöthig, nachdem die Canon«» ver-schiedener Kirchenversammlungen ausdrücklich die Errich-tung neuer Mönchsorden verbieten *). Zweytens glaubte

*) Der Ausspruch des Lateranische» Airchenrathes i. I. I2IZ istsehr merkwürdig- Er ist folgender ! die nimis Religionum rli-

versikLs grevvm in Lcclesie I)ei con/nsr'onem inilucer, lirmiterj>rvl,il>emus, ns i^uis «I« cselero nov-nn Religionen» r'nveniat:»ell ^uicum^uo voluerir all Religionen, converli, unsn» <Ie sp-ziroberis sssumrr. Limilirer, gui voluerir religiösem tlomunitunäsre lls novo, reguleni er inslirutionem eccipier <1e Reli-