Band 
Erster Band.
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2 13 Viertes Buch.

Diese war der Tod seines Stifters. Die unmäßigeZüchtigung seines Leibes, besonders in seiner Jugend, dievielen Sorgen und Kummer, mit welchen er sich die Fort-pflanzung seines Ordens angelegen seyn ließ, und eineMenge Verdrießlichkeiten, womit ein so außerordentlichesGeschäft verbunden war, entkräfteten nach und nach seinesonst von Natur sehr starke Leibesbcschaffenhcit. Er en-digte sein rastloses Leben in einer gänzlichen Abschwächungam zi. Julius mit dem freudigen Troste, seine Stiftungbereits in der ganzen Welt ausgebreitet zu sehen.

Dieses war das Ende eines Mannes, über welchenseineZcitgenossen sowohl, als die Nachwelt ziemlich wider-sprechende Urtheile fällten. Einige, und dieß kostete derLeichtgläubigkeit seines Zeitalters keine große Mühe, mach-ten einen Heiligen aus ihm; und andere erwiesen ihm dieEhre ganz außerordentlicher Talente. Er verdiente dieerstere nicht, und konnte auf die letzter» keinen Anspruchmachen. Seine belobte Heiligkeit war im Grunde nichtsweiter, als die Folge einer übertriebenen Schwärmcrey.Als Spanier hatte er einen angebornen Stolz, und einelebhafte feurige Einbildungskraft, die zum Unglück einhöchst unsinniges Ideal verfolgte, und die ihn nach seinerBekehrung zu einer Menge Ausschweifungen verleitete,welche außer der Sphäre des gesunden Menschenverstandessind. In den letzten Jahren seines Lebens findet manzwar weniger Spuren von unsinnigen Ausschweifungen anihm; allein dieß läßt sich leicht erklären, wenn man be-denkt, daß die Mannigfaltigkeit der Ordensgeschäfteseine Aufmerksamkeit auf ernsthaftere und gründlichere Gc-genstände, als blos auf himmlische Erscheinungen heftenmußte. Zudem hielt er sich fast immer inRom, und inder Nachbarschaft eines Hofes auf, welcher einer der glän-zendsten und wollüstigsten Höfe von Europa war. Ermußte sich also immer inner den Gränzen eines Wohlstan-des zu behaupten suchen, der mit seiner vorigen Lebensart