Band 
Erster Band.
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Viertes Buch.

Die Jesuiten räumten das Gebiet, und setzten sichin Como fest, von wo aus sie noch verschiedene Strei.fereyen ins Vclrlin wagten, bis sie endlich zu Anfangedes siebenzchncen Jahrhunderts i6ro neuerdings versuch»trn, sich in Wallis cinzuschlcichcn. Ein angesehenerBürger von Leugk, NameiissBa r th oloma Alett,widersetzte sich ihnen aus allen Kräften. Er stellte derLandesgemeine vor, daß die Aufnahme der Jesuiten un-mittelbar das Verderben des Landes und aller Stände des.selben nach sich ziehen würde. Der Haus - und Regenten»stand, die Rechte des Bischofes und der Ordensleute, dieRuhe des Landes und seine Freyheiten würben offenbargefährdet. „Bey uns, (sagt er) *) wohnen Carholische„ und Evangelische in Einem Hause und inEmer Haushal-„ tung. Bruder und Schwager, Vater und Sohne sind„ oft ungleichen Glaubens. Bey den Jesuiten ist es aber„Maxime, keine andere Religion zu dulden, als die spa»„Nische Inquisition, wie sie denn überhaupt, wo sie„nur immer Gelegenheit haben, die Evangelischen plagen,„verfolgen und versagen. Ihr, kluge Männer von Wal»„lis! werdet wohl begreifen, daß es Leuten, wie die Je»„suiten sind, die selbst gekrönter evangelischer Häupter nicht„schonen, ein leichtes seyn müßte, den Vater gegen seinen„Sohn,,und den Sohn gegen seinen Vater zu verhctzcn,„das Land mit Zwietracht und Aufruhr anzufüllen, und„nicht nur große Verwirrung, sondern auch grausames„Blutvergießen zu verursachen." Diese Gründe vermog»ten soviel über die Walliser, daß sie den Jesuiten zukeinen Zeiten gestatteten, sich in ihrem glücklichen Landchenfestzusetzen. Da man auch in minder wichtigen Fallen den»selben nie ungestraft sich widersetzen kann, so ist es keinWunder, wenn der ehrliche Alett die Rache eines Ordensempfinden mußte, dem er durch die Macht einer unge»

*) Hottingers Historie der Reformation in der Eidgenossenschaft.

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