Geschichte der Jesuiten. 24z
Wir wollen sehen, mit welchen Gründen ihre Geschichteschreibet die Unschuld ihres Ordens» der in der Monte«pulcianischen Sache so tief ins Gedränge kam, zu ret-ten suchen.
Die Ausschweifungen, deren sie bezüchtiget wur«den, waren, nach Angabe ihrer Geschichtschreiber, nurboshafte Verlaumdungen von muthwilligen Leuten. DieJesuiten in Montepulciano, sagen sie*), habenes durch ihren gottseligen Eifer dahin gebracht, daßmehrere junge Mädchen sich in Klöster begaben, unddie Damen überhaupt in Zucht und ehelicher Treue leb,ten. Dies war der Stein des Anstoßes. Diejenigen,die sich an vornehme Mädchen verheyrathen wollten, wel-che auf Anrathen der Jesuiten sich in Klöster verschlossen,und die, welche nun nicht mehr so frey mit verheyrathe»ten Damen Licbesverstandnisse pflegen konnten, wurdenFeinde der Jesuiten, die ihnen so viele Gelegenheiten, ih-re Wollüste befriedigen zu können, entrissen hatten. Waswar also natürlicher, als daß diese den Jesuiten eben jeneVerbrechen zur Last legten, an deren Ausübung sie durchdie letzter» waren gehindert worden? Das Vorgeben voneinem Jesuiten, der nächtlicher Weile in ein berüchtigtes
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