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Viertes Buch.
Hurenhaus gegangen seyn soll, war, so sagen die Jesui.ten, eine noch boshaftere Erdichtung. Man hatte einerberüchtigten Hure viel Geld geboten, wenn sie durch ihreDuhlkünste einen Jesuiten zum Fall bringen könnte. Daaber alle diese Künste fehlschlugen, (denn wie sollte ein Je«sulte auch nur der Verführung fähig seyn?) so ver-kleidete sich ein junger Herr vom Adel in einen Jesuiten,und verfügte sich bey anbrechender Nacht ganz allein indas Haus dieser Dirne, welches auf offenem Platze stund.Hier ahmte der verlarvte Jesuite ganz den Gang und dieEeberdc eines im Collegio befindlichen Jesuiten nach. Erwar in den Mantel eingehüllt, und stellte sich mit Fleißeganz furchtsam. Vor der Hausthüre zeigte er große Un-ruhe über das Warten. Es geschah aber dieß mit Be-dacht, damit er von mehrern Leuten gesehen würde *).Damit aber an der Wahrheit dieses Betrugs die Nachweltnicht zweifeln könne, so hat dieser junge Herr nach dreyenJahren, da er eben im Absterben begriffen war, seinenBetrug in Gegenwart verschiedener unverdächtigenZeugen reumüthig bekannt '*).
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Kritische Jesuitergeschichte von einem Liebha-ber der Wahrheit (von einem Jesuiten). §.304. Seite558 u. folg. Man bemerke doch die ängstliche Umständlich-keit, um aus diesem Vorgänge eine» Roman zu machen, denniemand -laubr-
«») Dieses ren^.'hige Bekenntniß war folgenden Inhalts: „Lxo
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