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Erster Band.
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255
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Geschichte der Jesuiten. 255

Es ist auffallend, daß die Aufnahme der Jesuiten inFrankreich überhaupt so vielen Widerstand und zwargerade zu einer Zeit gefunden hat, als der Religionseiferin hellen Flammen aufbrannte, und man gegen die Hugo-nottcn oder Calvinisten mit der unmenschlichsten Harteverfuhr. Die Jesuiten beschuldigten zwar die französi-schen Parlemente und die Sorbonne der Keycrey, undSacchin erlaubt sich die unanständigsten Schmähungenhierüber. Allein diese Beschuldigung widerlegt sich vonselbst, wenn man bedenkt, daß alle französischen Ge-schichtschreiber darin einstimmig sind, daß eigentlich dieParlemente und die Doctoren der Sorbonne *) am hitzig-sten die Ketzer verfolgten. Es ist gar nicht wahrscheinlich,daß die geläuterten Grundsätze der Religion des Hofes sowohl, als der Parlamente in Frankreich den Jesuitendie Aufnahme in dieses Königreich so sehr erschweret ha-den. Die vorstehende Akte des Convents zu Poisfy, aufwelchem die Reformirten offenbar durch List und Gewaltzum Schweigen gebracht wurden, beweiset, daß man dieJesuiten nicht für schlimme Katholiken, sondern für Leuteansah, von welchen zu befürchten war, daß sie sich Kraftihrer Privilegien über alle weltliche und geistliche Ge-richtsbarkeiten hinwegsetzen würden, wenn man ihre Auf-nahme nicht durch Gesetze beschrankte. Vielleicht mag man

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?<-s- 90 9'- Versuch einer neuen Geschichte desJesuiter-Ordens. Th. H- Buch Ul. S. uz.

«) Ue (lsriiocbusme lies sezilile». 1 ^. Catechis-

muS oder gründlicher Bericht von der Lehre und Leben der Je-suiten. Cap. S. ;ü. Der Verfasser dieses Catechismus,von dem man sagt, daß es der berühmtee Pasquier sey,meidet, daß die sorbounischen Theologen Mailard,Demo-chare» Perivr und Oeri, welche das berühmte Decketwider die Jesuiten verfaßten, sich durch einen unmenschlichenHaß gegen die Ketzer auszeichneten.' (l'-ri«cur«ur, «xcrLms«

«t»i tleri-riguei.).