2 ; 6 Viertes Buch.
auch darum gegen sie mißtrauisch geworden seyn, weil siebereits anfingen, in die Geschäfte der Höfe sich einzudrän-gen, und vorzüglich am spanischen Hofe, gegen den derfranzösische damals äußerst mißtrauisch war, eine be-deutende Rolle zu spielen. Wenigstens hat man in derFolge entdeckt, daß die Menge von Verschwörungen, de-ren sie in Frankreich beschuldigt wurden» von,Spa-nien aus eingeleitet und unterstützt wurden.
Sechstes Kapitel.
Neue Händel der Jesuiten mit der Universität in Paris.
^ie Jesuiten hatten nun keine Zeit zu verlieren, ihreZwecke durchzusetzen. Mit einer unbeschreiblichen Unge-duld erwarteten sie die gesetzliche Bewilligung des Parle«mentes, welches nun keinen zureichenden Grund mehr hat-te, ihnen die Aufnahme zu verweigern. Die Akte desConvents zu Poissy wurde also den iz. Hornung 1561in die Parlementsregister mit eben den Einschränkungenund Bedingnissen eingetragen, unter denen ihnen der Con-beut zuPoissy die Aufnahme bewilligte.
Die Jesuiten fiengen sogleich in der Jakobsstraße eingeräumiges Gebäude aufzuführen an; und, um gleich an-fangs einen Beweis zu geben, daß sie nie gesinnet waren,auch nur in Einem Stücke sich den Einschränkungen undBedingnissen zu unterwerfen, unter denen ihnen die Auf-nahme bewilligt wurde, so setzten sie an die Fronte desGebäudes die Inschrift: Collegium der Gesell-fchaft vom Namen Jesu. Denn die Akten des Con-vents von Poissy sowohl, als dieArrets des Parlementsfordern ausdrücklich, daß sich die Gesellschafter der Be-nennung von Jesu enthalten sollten.
Kaum war dieses Gebäude zu Stande gebracht, als