Geschichte der Jesuiten. 271
Allein wir wollen in einer so wichtigen Suche nichtblos mit Muthmaßungen, sondern mit Gründen und That-sachen beweisen, daß die Jesuiten an dieser allgemeinen Ver-schwörung gegen die Souvcrainitat des Königes allerdingsAntheil nahmen. Der Parlcmcntsadvokat Raynal ver-sichert in seiner neuen Geschichte der Stadt T 0 ul 0 use *),daß in dieser Stadt gleich nach Aufnahme der Jesuiten imJahre 156z eine gemeinsame Association zur Vertheidigungder Religion entstanden sey, und daß die Häupter dersel-ben in dem Collegio der Jesuiten ihre Zusammenkünfte ge-halten hatten. Der Jcsuite, Pater Edmund Auger,habe den Eid, den diese Associanten schwuren, in seineHände aufgenommen; und man habe eine Brüderschaftunter dem Namen des heiligen Sakraments errichtet, inwelcher jedes Mitglied sich eidlich verpflichtete, den Königvon Navarra zu keinen Zeiten für den rechtmäßigenThronfolger zu erkennen **).
Diese Association war der Grund der im Jahr 1574erfolgten Ligue, in welcher sich dieJesuitcn vorzüglich aus-zeichneten. Ein gewisser Pater Heinrich Summier,ein Mensch, dem kein Wagestück zu gefährlich war, wurdevon ihnen im Jahre 1581 an verschiedene katholische Höfeals Spion geschickt. Die Wahl, die sie an seiner Persontrafen, entsprach vollkommen den Absichten, die sie durchihn zu erreichen Höften. Er spielte mit einer ganz eigenenGeschicklichkcit alle Rollen in der Welt. Bald erschien erals Soldat, bald als Priester, bald als bloßer Reisender.Er war mit Karten, Würfeln und dem weiblichen Ge-schlechte eben so vertraut, wie mit seinem Breviere. Die-ser Jesuite lief verkleidet durch D eutschla n d, Jta l icnund Spa n i e n. Seine geheime Instruktion ging dahin,
Man findet diese Stelle in dem <le5 »om
Junius des Jahres 1760.
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180.