Band 
Erster Band.
Seite
302
JPEG-Download
 

Z22 Viertes Buch.

Verwände der Verbannung in die Welt traten; wie sehrsich diese in alle Geschäfte und Stände mischten; wie sehrsie, ihrer Ordenskonstitution zufolge, die größere EhreGottes, oder, eigentlicher zu reden, das Beste ihres Or-dens zum Augenmerke genommen haben werden; wennman ferner in Erwägung zieht, welche Menge Schriftensie während dieser Epoche theils in Italien, theilsin Holland, zu ihrer Rechtfertigung gegen diefranzösischen Parlcmente unter das Volk streuten;wie sie in der Stille alle ihre Kreaturen und vornehm-lich die noch hie und da zerstreuten Liguisten zu ihremVortheile in Bewegung zu setzen wußten; so begreift mangar leicht, daß die Strenge der Parlemente, und die wie-derholten Befehle, das Königreich zu verlassen, auf siekeinen Eindruck machen konnten. Man begreift am Endenoch, daß nicht die erkannte Unschuld, wie diese Väteemit einer hochmüthigen Dreistigkeit vorgeben sonderndie Unmöglichkeit, sie ganz aus dem Reiche verbannen zukönnen, in der Folge Veranlassung ward, sie wieder inFrankreich aufzunehmen. Das Königreich befand sichdamals ungefähr in der nämlichen Lage, in welcher sichgegenwärtig seit Aufhebung desIesuitenordens überhauptdie ganze Welt befindet. Man erstaunt täglich über eineMenge Begebenheiten, deren Veranlassung man nirgends,als in geheimen Wirkungen suchen muß.

») Imsxo primi Laeculi Lociel»lir läb. IV, L«x. VII.

S07 er