Band 
Erster Band.
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ZQ4 Fünftes Buch.

heit unfähig waren, gegen die Reformation sich andererWaffen, als der Gewalt und der Inquisition zu bedienen,beeifcrten sich in die Wette, die Jesuiten in ihre Diözeseneinzuführen, und sie auf Kosten der übrigen Klerisey zubereichern und mächtig zu machen. Es war demnach keinWunder, wenn schon gleich nach Entstehung des Ordensganz Italien von Jesuiten wimmelte, und fast keine Stadtvon Bedeutung zu finden war, wo sie nicht ihre Collegienund Häuser hatten. Die Mittel, deren sie sich bedienten,Roms angefochtene Oberherrschaft über die ganze Chri-stenheit zu behaupten, konnten ihren Zweck nicht verfeh-len. Sie bemächtigten sich allenthalben des öffentlichenLehramtes auf den Kanzeln und in den Schulen. Sie un,terstützten mit Eifer die Grausamkeiten des Ketzertribunals rsie verbrannten die Schriften der Reformatoren, die sie indie Hände der grausamen Inquisition lieferten; und ent-warfen endlich ein eigenes System von der Oberherrschaftdes Papstes über alle geistliche und weltliche Herrschaften.Da von der Ausführung dieser Plane die Erweiterungund Begründung ihrer eigenen Macht abhing, so. laßt essich begreifen, mit welchem Enthusiasmus sie zu Werkegegangen seyen, um ihr Ziel zu erreichen, und mit welcherAufmerksamkeit, mit welcher Zudringlichkeit sie jede Gele-genheit benützt haben werden, sich von den Päpsten fürso wesentliche Dienste belohnen zu lassen.

Indessen fehlte es auch inJta lien an einsichtsvol-len Leuten nicht, welche mit lebhafter Ueberzeugung dieAufnahme der Jesuiten für ein Werk der Intrigue und derFinsterniß ansahen. Man wurde immer aufmerksamer aufeinen Orden, welcher sich mit jedem Schritte größerer Pr>vstegien und Freyheiten versicherte. Die erstaunlich schnelleAusbreitung desselben veranlaßte Untersuchungen, undes fehlte nicht an ärgerlichen Auftritten, bey welchen seinegepriesenen Tugenden bezweifelt werden mußten.

Wenn die Feinde des Ordens bisher ihre Klagen