Band 
Erster Band.
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317
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Geschichte der Jesuiten. zi?

gunb, ohne sich seines grausamen Einflusses auf die Re-gierung dieses Landes zu begeben, welchen er the.ls durchseine Kreaturen, theils durch Spione zu behaupten wußte*).

Die Edlen der Nation versuchten es noch einmal, den»Könige menschlichere Gesinnungen beyzubringen. Grafvon Egmond, ein Mann von seltenen Verdiensten, rei»sete nach Spanien, und entwarf dem Monarchen einschreckliches Gemälde von der Verwirrung, in welche dieBelgischen Provinzen durch die Einführung der In-quisition versetzt wurden. „ Schon den Namen dieses Ge»„lichtes, (sagte er), verabscheuen Volk und Adel. Man„hört allenthalben Klagen über Freyheitseingriffe. In„ den Städten und auf: dem Lande beschwert man sich über„den Verfall des Handels. Selbst die Geistlichkeit sieht„ diese Neuerungen nicht mit gleichgültigen Augen an rc.Philipp überschüttete diesen Mann, dessen Tugendenund Verdienste er fürchtete, mit heuchlerischen Frcundschafrs-«rweisungen, und entließ ihn mit dem Versprechen, diesemUnwesen abzuhelfen. Allein er hatte die Gränzen seinesVaterlandes noch nicht erreicht, als die Prinzessin, Mar-garet ha von Parma, Gouvernantin der Nieder-lande, schon eine neue Vollmacht hatte, die Inquisitionnach aller Strenge in ihrem Amte zu unterstützen. Würdeman sich, (dieß war Philipps Wille und Entschluß,)noch ferners weigern, dieses Tribunal in den Nieder-landen aufzunehmen, so würde er in Kraft des Eides,den er geschworen hätte, die katholische Religion zu er-halten, und mit Hülfe des Papstes durch fremde Truppenseinen Gesetzen Nachdruck geben, und von diesem Zeit-punkte an die Belgischen Provinzen nicht als ein Erb.land, sondern als eine durch Waffen erzwungene Erobe-rung ansehen. In diesem Falle dann wäre es ihm erlaubt,sich des Siegerrechtes zu bedienen, und eine ganz neue Re-gicrungsverfassung zu errichten.

/Älm. /. c, äsr.