Band 
Erster Band.
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Geschichte der Jesuiten. Z2i

Ankündigung der Inquisition zu betäuben, und ihm dieSchrecken jener Auftritte, die diesem ersten Schritte raschauf einander folgten, gleichsam vorempfinden zu lassen.Die listige und gewaltthätig« Verhaftung der Grafen E g.niond, Horn und anderer vornehmen Edelleute, unddie Errichtung eines Blutgerichlcs in Brüssel, in wel-chem er sich des Vorsitzes und einer unumschränkten Voll-macht bemächtigte, waren die Anstalten eines unerträgli-chen Despvtcnzwangs. Schuldige und Unschuldige erwar-teten mit gleicher Angst die gewaltthätigen Machlsprücheeines Tyrannen, der Allen Leben und Eigenthum raubenkonnte, um seine unersättliche Habsucht zu befriedigen.Die Gefängnisse, deren er bey seincx Ankunft in den Nie-derlanden eine Menge neu erbauen ließ, faßten dieUnglücklichen nicht mehr, welche dahin geschleppt worden,ob man gleich jeden Tag eine unglaubliche Menge durchdie Hände des Henkers sterben ließ. Wo man auch hin.blickte, sah man nur Galgen und Schaffore *). So langeAlba in Brüssel war, machte er den Henkern unaufhör-lich zu schaffen. Den ersten und zweyten Junius im Jahre1568. ließ er eine Menge des vornehmsten Adels, und un-ter diesen auch die Grafen Egmvnd und Horn mit ei-ner abscheulichen Feycrlichkcit hinrichten.

Wahrend das Blutgerüst in Br üssel das Leben derBürger brandschatzte, verbreiteten die sp attischen Trup-pen in den übrigen niederländischen Städten unterverschiedenen Anführern Schrecken und Verheerung. Dieübrigen Conföderirtcn, an deren Spitze Wilhelm vonOranien war, leisteten verzweifelten Widerstand, muß.ren aber verschiedene Male der Menge und der Wuth derSpanier unterliegen. Wie unmenschlich sich diese desEiegerrechtes bedienten, erfuhr unter andern StädtenHartem, welche sich im Jahre 1572. gegen Eapitulation

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