Band 
Erster Band.
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Geschichte der Jesuiten.

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Drittes Kapitel.

Verhalten der Jesuiten in den niederländischen Unruhen. IhreVertreibung aus Antwerpen und andern Städten. In wieferne sie an den Verschwörungen wider das Leben der Prinzenvon Oranien und Nassau Antbeil genommen. Plakat der Ge-neralstaaten, die Vertreibung des Jesuitenordens aus der gan-gen Republik betreffend.

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Ä?an braucht nur die Beschaffenheit, den Ursprung unddie Folgen des holländischen Krieges in Erwägungzuziehn, um sich zu überzeugen, daß die Jesuiten nichtbloße Zuschauer dieser wichtigen Staatshandlungcn seynkonnten. Ihr Institut, ihr spanischer Geist, ihre jedemDespotenzwange schmeichelnde Huldigung, machten es ihnenzur Pflicht, eine Parthey zu ergreifen. Diese konnte keineandere seyn, als an deren Spitze sich Alba und seineHenkersknechte befanden. Wenn man in den Geschicht-schreibern, welche diese merkwürdige Epoche behandelten,nur weniges aufgezeichnet findet, woraus sich der »»mit«telbare Antheil erweisen läßt, welchen die Jesuiten an denUnruhen derselben genommen haben, so beweiset diesesStillschweigen noch lange nicht, daß sie auch in allen Hin-sichten ganz schuldlos seyen, oder daß sie nicht wenigstensmittelbar dem Geiste ihres Instituts und ihrem unver-söhnlichen Hasse gegen die sogenannten Ketzer ein Genügegeleistet haben. Da ihre Verfahrungsart in ähnlichenFällen heimliche List war, und die Maschinen, durch wel-che sie wirkten, sich immer tiefer vor den Augen der Pro.fanen oder Auswärtigen verbargen, so ist es kein Wunder,wenn der Aufmerksamkeit der gleichzeitigen Geschichtschrei-ber, welchen es ohnehin an Reichthum des Stoffes nicht