Band 
Erster Band.
Seite
330
JPEG-Download
 

zzo Fünftes Buch.

wurden, daran, sich hierüber zu rechtfertigen. Ihr rü-stiger Scribent, Franz Cöfter, der mit einer außeror-dentlichen Wuth eine Menge Controversen gegen die Ketzerin Holland schrieb*), unternahm es, feinen Orden wi-der den gerichtlichen Ausspruch des hohen Rathes vonLeiden zu rechtfertigen. Er überwies, nach dem Zeug.Nisse des Verfassers vom /»raKO §5><7rstarr',r

^E**), den Senat von Leiden sechzig offenbarer Lü-gen. Sie nehmen das Stillschweigen desselben gegen ihreApologie für einen Beweis ihrer Unschuld an, obgleichMeteren ***) versichert, das Gericht von Leiden seynicht verpflichtet gewesen, eine Schrift zu beantworten,die voller unanständigen Schmähungen war.

Indessen haben ihre Apologien nichts gefruchtet. Dievereinigten Staaten der Repuplik hatten in diesem Jahre1595. durch ein öffentliches Plakat den ganzen Orden, alseine Secte, die dein Leben der Fürsten und der Ruhe derStaaten gefährlich sey, aus allen ihren Provinzen vertrie-ben, und zugleich ein scharfes Verbot gegen diejenigen erge.hen lassen, welche unter irgend einem Vorwande auswärtsihre Schulen besuchen würden. Man hat diese Verboteund diese Ausweisungsbefehle bis in gegenwärtiges Jahr-hundert wiederholen müssen, weil die Jesuiten, die inzwi-schen sich in dem Antheile der spanischen und nachherösterreichischen Niederlande festhielten, es vonZeit zu Zeit versuchten, sich mittelst verschiedener Jntri.guen in die Republik wieder einzuschleichen. Man hatin dem Jahre 1616. zu Harlingen einen heimlichen Je.suiten eingezogen, und sich seiner Papiere bemächtigt, wor-

') Man findet das Verzeichnis seiner Schriften bey Ri bade -neira im Lal-Iog. ticriplor. ksiiZ. Lochern. 64 ec Sss.

«») L-'S. ^l. c--. 8Z-.