Band 
Erster Band.
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Geschichte der Jesuiten. z 2 9

Tod, seinen Sohn, den Grafen Moritz von Nassa»zu ihrem Haupte. Dadurch wurde die Mordlust der Je-suiten neuerdings rege. Den 27. May 1595. wurde einFaßbinder, Namens Peter Panne, zu Leiden überdem Vorhaben, den Grafen zu ermorden, ergriffen undverhaftet. Er war arm. Die Jesuiten, an deren Provin.zial er sich zu Duvay wendete, versprachen ihm nebender ewigen Freude im Himmel eine jährliche Pensiontzundein Amt, wenn er den Grafen ermorden würde. Es wä-re ein verdienstliches, heiliges Werk, sagten sie ihm, einenMann aus dem Wege zu räumen, welcher durch seine Kez-zcrbegünstigung das Seelenheil so vieler tausend Menschender Gefahr der Vcrdammniß preisgebe. Sie hörten ihm,nachdem er sein Vorhaben beschlossen halte, die Beichte,und reichten ihm das Abendmahl. Als er in Leidenankam, erinnerten ihn zwey verkleidete Jesuiten, mitVor-sicht zu Werke zu gehn, um den Streich nicht zu verfeh-len. Sein ängstliches Fragen um die Person des Grafenmachte ihn verdächtig. Er warf, als er sich ergriffen sah,einen vierschncidigen Dolch hinweg, welchen er, wie ergestund, von den Jesuiten empfangen hatte *). Alle dieseUmstände erhellen aus dem freywilligen Bekenntnisse desVerbrechers, aus den gerichtlichm Acten und aus demZeugnisse der Geschichtschreiber *^). Der Gerichtshof vonLeiden hat das Urtheil samt den Aussagen des Jnquisi»tcn öffentlich bekannt gemacht. Es lag den Jesuiten, wel-che iu Frankreich ähnlicher Frevelkhaien beschuldiget

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