zz 2 Fünftes Buch.
wisse Provinzen getheilt war, und daß in jeder Provinzein Jesuite seinen beständigen Sitz hatte, von dem er sichohne ausdrücklichen Befehl seines Obern nicht entfernenkonnte. Jedoch hakte ein jeder Provinzialjesuite dieserArt seine besondere Jnstruction in Ansehung derjenigenPlätze, die er bereisen mußte.
7. Ueber sämtliche Provinzen hatte ein Oberer die»Aufsicht, welchen sie den Odern der Mission nannten, undan den sie in allen beschwerenden Fällen sich wendenwußten.
8- Dieser Obere hatte bald zu Utrecht, bald zuLeiden, und bald anderswo seinen Aufenthalt, je nachdem Gutbefinden des Prvvinzials, welcher in Antwer-pen Rector des Collegiums war.
9. Bey diesem Obern befand sich das Archiv, und dasfür die Mission der niederländischen Jesuiten benö-Ihigtc Geld.
iv. Im Jahre 1614. war P. Tempelius dieserObere, und residirte zu Leiden.
n. Diese Emissaricn harren die Namen und die An-zahl aller Katholiken in den Städten, so wie auch die Ver-ordnungen, die sie zur Beförderung ihrer Mission mach.ren, in einem eigenen Buche verzeichnet.
i2. Sie erhuben auch Gcldsteucrn unter den Katho-liken, um sich in außerordentlichen Fallen desselben bcdie-neu zu können.
rz. Man findet in gedachten Schriften auch die Artund Weise katholischer Versammlungen angezeigt, nebstden Mitteln, deren sie sich bedienten, den Untersuchungen,Strafen und Gefängnissen zu entgehn, wenn sie in ihrenVersammlungen überfallen werden sollten.
14. Damit der Obere der Mission von der Arge derSachen gehörig unterrichtet würde, mußten die Lmissa-rien öfters an ihn, sowohl in Sachen der Religion als derPolitik schreiben.