z; s> Fünftes Buch.
er mit den Mohren geschlossen, geschändet worden,und daß vor Gott nichcS verdienstlicher, und zurAusbreitung der katholischen Religion nichts dienlicherwäre, als die Mohren gänzlich von dem Erdboden zu ver«tilgen *). Der Jesuite Mauricio, welcher nach Gon>falvas Tode Beichtvater des Königes wurde, ließ cS sichsehr angelegen seyn, in dem jungen Gemüthe eine unor-dentliche Begierde nach Siegen und kriegerischen Erobe.rungen zu erregen. Man kann es nicht glauben, daßeinzig die Ausbreitung der Religion unter den Mohren derBeweggrund gewesen sey, die Aufmerksamkeit des Königesauf diesen Gegenstand zu lenken. Vielmehr lassen die Ver»haltnissc, in welchen der portugiesische Staat umdiese Zeit stund, vermuthen, daß die Jesuiten nur deswe«gen den König samt seinem vornehmsten Adel in ein ent-ferntes Land zu schicken Willens waren, um zuHause destoungehinderter wirthschaften zu können. Andere legen ih-ncn die Absicht zur Last, daß sie den Regenten mit frein-den Gegenständen beschäftigen wollten, um zu verhindern,daß er siie zur Kenntniß der verwirrten Lage seiner eigenenStaaten gelangen konnte '*). Wie dem auch seyn mag:Sebastian hatte von diesem Augenblicke an keine andereIdee, als die eines siegreichen Heiden. Vergebens thatenfhm die Rcichsstande die dringendsten Borst llungen hier-über; vergebens widerrieth ihm der König von Spanienein Unternehmen, dessen Ausführung eben so ungewiß alsgefährlich seyn mußte. Nicht einmal die verwirrte Lageseiner Finanzen, und die Schwäche seiner ungeübten Land«und Seemacht konnten ihn von einem Schritte abhalten,den er ohne fast unüberwindliche Beschwerde nicht thunkonnte. Den Mangel in den Finanzen suchte er durch unge.heure Erpressungen, worüber die Nation vollends auSge-
*^) kVata/r's univerrs Hislori» «ut lempori». /./L.
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