Band 
Erster Band.
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349
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Geschichte der Jesuiten. 449

wiesen hatte. Um die Heyrath mit der französischenPrinzessin zu verhindern, brachten sie eine Oestcrreichi.sche in Vorschlag, nachdem sie durch ihre Spion« an die»sem Hofe schon unterrichtet waren, daß diese Verbindungaus Staatsgründcn nicht zu Stande kommen konnte.Nachdem man zu deutlich sah, wie grob der Betrug war,den sie in dieser Sache spielten, brachten si.e nun selbst diefranzösische Prinzessin wieder in Vorschlag. Alleinsie waren schon im Voraus versichert, daß der König sichzu dieser vorgeschlagenen Heyrath nimmermehr verstehenwürde. So geheimste diesesJntriguenspiel anlegten, sowenig blieb es doch der Welt verborgen. Der Provinzialvon Oestereich, Loren; Magio, schrieb selbst an sei»nen General Franz von Borgia, und beschwerte sichüber das Aergerniß, welches die portugiesischen Je«suiten der Welt gaben. „ES ist bekannt (sagte er), daß„der König eine Menge dummes Zeug macht; daß man„die Jesuiten dessen beschuldigt; daß sie den König zum„Jesuiten machen wollen, und dieses Grundes wegen die„Heyrath mit der Schwester des Königes von Frank«„reich verhindern *).

Die Entdeckung von Ostindien und Brasilienhat der portugiesischen Krone mehrere Länder unter-würfig gemacht, als sie zu vertheidigen und zu behauptenim Stande war. König Johann M. trat einen Theildieser Eroberungen aus Gründen der Staatsökonvmie ab.Allein sein Beichtvater Simon Rvdriguez verursachteihm hierüber fromme Gewissensbeangstigungen, undschreckte ihn mit dem Bannflüche des Vatikans, wovonsich dieser schwache abergläubische Mann noch vor seinemEnde lossprechen ließ. Sein Nachfolger war nicht besserdaran. Die Jesuiten stellten ihm unaufhörlich vor, daßsein Großvater sich der Nation durch diesen Schritt ver-haßt gemacht, daß Gottes Ehre durch den Frieden, den

*.> LaerHtnt kütlor. 80c. 8;8.