Band 
Zweyter Band.
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Sechstes Buch.

und der Wuth eines Volkes geworden ist, welches in die.sen neuen Fremdlingen eben so viele Schänder seiner Lan-desreligion mit Abscheu erblicken mußte.

Die allererste Erscheinung der Jesuiten und der christ.lichm Religion in diesen großem Reiche war auch dieEpoche von unaufhörlichen Empörungen, Aufruhren,Kriegen, und Christenvcrfolgungcn. Die Japonesen, sowenig sie auch vom Christenkhume wußten, waren demUngeachtet nichts weniger, als ein barbarisches Volk.Sie hakten ihre Knuste, ihre Wissenschaften, und ihrenLuxus auf eine» Grad gebracht, m welchem es ihnen nurnoch die Chinesen gleichrhaten. So wenig sie mit frein«den Nationen in Verbindung stunden, so wenig hatten siedies auch nöthig, nachdem ihnen die Weitläufigkeit ihresKaiserthums in allem hinlängliche Hülfe verschaffte, un«abhängig und felbstständig zu seyn. Selbst ihre Reli»gionssysteme sind ein Beweis, wie weit sie es in der Weis.heit und in der Thorheit, auch ohne gemeinschaftlicheVerbindungen mit andern Nationen brachten. Sie hat*ten ihre Philosophen, die an keine Religion glaubten, undihre Bonzen, die den Pöbel ängstigten,

Es mag zum Theil Anfangs nur Toleranz gewesenseyn, was die Jesuiten in ihrem Bckehrungswesen vonSeite der Regierung begünstigte, Man scheint sie-keinerAufmerksamkeit würdig gesunden zu haben, weil sie sichselbst theils durch ihre Unwissenheit in der Landessprache,theils durch ihre abgeschmackte Bekchrungsmethode in beyAugen des Pöbels lächerlich machten. Außerdem war inganz Japon eine allgemeine Toleranz der Religionen,inspferne sie den Grundgesetzen des Staats nicht schädlichwaren, eingeführt, Man erblickte in diesem Reiche eineMenge Sccten« die von einander in der Dogmatik ver«schieden dachten, und die Regierung nahm nie Antheil an