Band 
Zweyter Band.
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Geschichte der Jesuiten. 7

dem Gezanke, welches zwischen den Philosophen und denBonzen manchmal entstund *).

Was den Jesuiten aber am meisten in ihren Absichtenzu statte» kam, war die Eifersucht der verschiedenen Un-terkonige, von welchen jeder die Handlung der Portugie«sen an sich ziehen wollte. Nur meistens unter dem Schutzeder Portugiesen und auf ihren Schiffen schlichen sie sichAnfangs in die Seehäven des Reiches. Sie hatten aberkaum einmal festen Fuß gefaßt, da sie sogleich als dieHauptpersonen mit großem Stolze auftraten. Hierzu tru-gen selbst die Portugiesen das ihrige bey. Sie begegnetenden Jesuiten mit so einer knechtischen Unterwürfigkeit, undfürchteten sich» da sie wohl wußten, wie mächtig sie amHofe geworden, so sklavisch vor ihnen, daß die Untertä-nige von Japo n sich in der Folge vorerst der Gunst derJesuiten versicherten, um durch ihre Vermittelung danndie Portugiesen, deren Handlungsgeschafte ihnen vortheil-haft schienen, zu gewinnen **). So kam es, daß verschie-dcne von diese« dem Kaiser untergeordneten Regenten sichtaufen ließen, und durch solche Beyspiele ihre Unterthanenverleiteten, ein Gleiches zuthun. Allein da der Beweg-gründ der Großen, das Christenthum anzunehmen, fastdurchgehenbs nur Eigennutz war, so hakte die Duldungdesselben gemeiniglich nie langer statt, als der Eigennutzseine Rechnung dabey fand.

Gleichwohl machten die Jesuiten in Europa großesGeschrey von ihren glücklichen Progresscn in Japon, undvon der Wichtigkeit ihrer Bekehrungen ***). Zu dem Ende

") Versuch einer neuen Geschichte des Jesuitenordens. Theil U.Buch UI- §. 66. S. z-r — §. izü. S-zz?.

Schon im Jahre r;6y. ließ die Gesellschaft zu Löwen inzwey Octavbänden eine Sammlung von Briefen drucken, wel-che die Mißionarien über den Anstand deS Christenthums inJapan an ihren Genergl schrieben. Im Jahre 1572. ließ