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Sechstes Buch.
„Wir bitten euch, heiligster Vater, Gott, und die„ganze heiligeKirche anzuflehen, baß er gnädig un-„ftr Kaiserthury in seinen Schutz nehme, und unserm kai-serlichen Hause und allen ihren Unterthanen die Gnade„gebe, den wahren Gott Jesu Christ zu erkennen und an«„ zubcten.
„Wir bitten euch noch, von der Güte zu seyn, uns„noch mehrere heilige Jesuiten zu schicken, damit„sie im ganzen Reiche die Lchrcn des heiligen Evangcli»„ ums verbreiten. Wir werden Ew. Heiligkeit unendlichen„Dank dafür schuldig seyn. In dieser Absicht senden wir„mit gegenwärtiger unterthänigster Bitte den Pater„Michael Boym ab, welcher eine vollkommene„Kenntniß von den Umständen und der Lage„ unserS Reicheü hat- Er wird Ew. Heiligkeit münd«„lich alles das sagen können, was wir im Vertrauen wün-schen, und wird Ew. Heiligkeit bezeugen, wie groß unsere„ Ergebenheit und Unterwerfung gegen die Kkrche sey.
„Da unser Reich eines vollständigen Friedens sich„freut, so hoffen wir. bald wieder einen von diesen Va«„kern, den Jesuiten, absenden zu können» um vor dem„Throne der heiligen Apostel Peter und Paul, so wie jetzt,„ unsere Wünsche mit tiefstem Respekte niederzulegen.
„Auf den Knien, und unserAnrlitz gegen„die Erde neigend, bitten wir Ew. Heiligkeit um„diese Gnade, und hoffen, daß uns Höchstdieselben„eines gnädigen Anblickes würdigen werden.„Geschrieben den 4. Wintermonat 1650.
Alexander VH. ermangelte nicht, in der Beant-wortung dieses Schreibens dieJesuiten mit den schmeichcl«Haftesten Lobsprüchen hervorzuheben, und ihre Uneigennüz.zigkeit und ihren Eifer für das Seelenheil anzurühmen.„Es ist Zulassung Gottes, sagt der Papst in seinem Bre«„ve an die Kaiserin, daß sich Leute» voll des heiligsten Ei«„fers gefunden haben, welche aus eigener Bewegung,