Band 
Zweyter Band.
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Siebentes Buch.

in seinen Sold zu nehmen, und sie so lange von Rom auszu unterhalten, bis sich mittelst der Restitution der geistli.chen Güter, in deren Besitze damals die Protestanten wa>ren, und woraus man sie vertreiben wollte, Fonds fändemworaus die Jesuiten bezahlt werden könnten. Wie listigvon dieser Zeit an die Protestanten von verkleideten Jesui.ten, die selbst tief in das nördliche Deutschland drangen,bearbeitet wurden, kann man sich wohl denken, besonders,da es damals Grundsatz und Politik war, die protesianti-scheu Fürsten unter sich zu entzweyen *).

So eifrig man es sich indessen von Seite der Nö.mischkatholischen Parthey angelegen seyn ließ, zum vor,gesteckten Ziele zu gelangen; so thätig man auch dieSache durch die schlauesten Unterhändler bald in Romund bald in Wien betrieb: so konnte man es dochwegen der furchtsamen Unschlüßigkeit des Kaisers nichtweit genug bringen. Beyde Partheyen beobachteten undrüsteten sich; aber trotz dieses gegenseitigen Veobachtensund Nüstens würden die Protestanten in die ausgestelltenNetze gefallen seyn, wenn ihre Gegner durch unklugen Ei-fer nicht allzufrüh ihre verderblichen Plane verrathen hät-ten. Denn nicht genug, daß einzelne Eiferer, wie z. B.Marc Weiser und Georg Fugger aus Augs.bürg in der besondern Absicht nach Rom reiferen, umdort mit blutgierigen Rathschlägen den Papst zu heftigenEntschlüssen zu reizen, näherten sich auch von allen Seitenspanische Truppen, deren in den Niederlanden verübteGrausamkeiten noch in frischem Andenken warcn.^ Außer-dem gab die katholische Ligue durch ,hr Bestreben, die kai-serliche Krone auf das Haupt des Herzogs von Bayern zusetzen, nicht undeutlich zu verstehen, wie sehr man die Un-terdrückung der Protestanten wünsche. Waren Spanienund der Papst mit weniger Eifer darauf bestanden, die

*) Fxoccaxc/L (^Lrricum; seu Lxs>!icstio (?0k,Ks,i5knrontsnticis ia Lvsntzklicos.