Band 
Zweyter Band.
Seite
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iz8 Siebentes Buch.

noch einen beträchtlichen Theil des konfiszirten Eigen-thums der verwiesenen oder Hingerichteten Rebellen. Fee-dinands Verschwendung ging so weit, daß er den Je-,suiten sogar seine eigenen Kammergüter abtrat, und dieseauf so eine Art fast den dritten Theil aller Einkünfte vonBöhmen an sich brachten *). Die Kaiserlichen Kriegsheerehatten großen Schrecken in diesem Königreiche verbreitet.Aber die Jesuiten waren für die Einwohner desselben nichtweniger furchtbar. Sie liefen an der Spitze kaiserlicherSoldaten in Städten und Dörfern umher, überfielen diewehrlosen Leute in der Nacht, schleppten sie aus den Bet-ten, und nöthigten sie mit Stockstreichen und andern ge-waltthatigen Mitteln jur Annehmung der katholischen Re-ligion. In einem ihnen zugehörigen Dorfe, nicht weit vonPrag, ließen sie ihreUnterthanen, nach vielen vergebenenund abscheulichen Versuchen, sie zum Papstthum zurückzu-bringen, durch ihre eigene Schüler nächtlicher Weile über-fallen und ausplündern **). Vom Galgen erbetene Ver-brecher und Leute von notorischer Liederlichkeit wurden mit-telst der Jesuiten in die wichtigsten Hof. und Civildiensteringeschobcn. Das größte Verdienst, das man sich da-'mals erwerben konnte, bestund darin, wenn man mit neuerfundenen Grausamkeiten die Protestanten quälen konnte.Man durfte sicher auf Belohnung Anspruch machen, wennnmn sich durch irgend ein von den Jesuiten gebilligtes Bu-benstück auszeichnete ***).

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Z20.

LuziuS Jesuitengeschichte. Lh. IV. Kap. VI. G- Sl6-»«») Ebendaselbst l. c.