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Geschichte der Jesuiten. ic-z
Er wolle die Suche, sobald er wieder in Paris eintreffenwerde, auf eine Art beschleunigen, daß sie nicht Ursachehaben sollten» sein ernstliches Verlangen, sie wieder i» seinKönigreich aufzunehmen, länger in Zweifel zu ziehen.
In der That war Heinrich auch alles Ernstes ent.schloffen, den Jesuiten Wort zu halten. Doch wollte erNoch vorher die Gesinnungen seines Staatsrakhs vcrnch-men, welcher aber meistens aus Schmeichlern bestund, vondenen er schon im voraus versichert war, daß sie nichtsgegen seinen Entschluß einwenden würden. Nur der Her-zog von Sülly und der Präsident de Thon hattennoch Muths genug, Einwendungen zu machen. Ersterer,der das vollste Vertrauen des Königes besaß, suchte in ei-net Privatkonferenz ihn auf andere Gesinnungen zu lenken.Er sagte*): „Man könne sich von der Wiederaufnahmeder Jesuiten für Frankreich keinen einzigen Vortheil ver-sprechen, den man nicht eben so gut von allen andern Re«ligiosenorden erwarten dürfte; und die Jesuiten verdien-ten noch überdieß wegen besondrer Gründe, die sich aufdie Nachtheile beziehen, welche auS ihrer Aufnahme ent-stehen müßten, die Ausschließung. Man könne dieseGründe und diese Nachtheile auf vier Hauptpunkte brin,gen, deren ganze Wichtigkeit man sogleich beym erstenAnblicke fühlen werde; nämlich auf die Religion, auf dasäußere und das innere Staatsinteresse, oder die innereRegierung des Königreichs, und endlich auf die Persondes Königes. In Ansehung des ersten Punktes könne mansagen: Da die Eintracht und der Friede zwischen den bey-den in Frankreich herrschenden Religionen heut zu Tage inallen Absichten das einzige wahre Fundament zu seyn schei.ne, worauf das System gegründet werden müsse, welchesder Staatsrath zu befolgen habe; so müßte Man zu Gun-
») Denkwürdigkeiten Maximilian von Vethüne, Herzogs von
Sülly. Band V- Buch XVII. S. lü.
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