ig 2 Achtes Buch.
quet be la Varenne, verschafte ihnen Gehör beymKönige, und zwar gerade in einem Augenblick, in wel-chem dieser von lauter Jesuitenfreunden umgeben war.Arm'aud hielt auf den Knien eine lange Rede, worin ermit heuchlerischer Verwegenheit zu beweisen suchte, daßseine Ordensgenossen zu keinen Zeiten aufgehört hätten,dem königlichen Hause alle erdenkliche Beweise von Erge-benheit und Treue zu geben. Die Verbrechen, sagte er,deren man sie beschuldige, rühren nur von Mißgünstigen,und Leuten her, die den Geist ihrer Ordensverfassung nichtkennen *). Und es sey ihnen ein leichtes, sich wider alleAnklagen, von welcher Beschaffenheit sie auch seyn mögen,hinlänglich zu rechtfertigen. Zwar möchten einige Pri-vatreligiosen dieser Gesellschaft aus unüberlegtem Eifersich in Worten und Handlungen verfehlt haben; allein esgezieme sich nicht, wegen des Versehens eines einzelnen Glie-des eine ganze Gesellschaft zu bestrafen **). „Daß wir„nun," so schloß er, „deine Barmherzigkeit, o König,„anflehen, geschieht zu keinem andern Ende, als zur grös-„fern Ehre Gottes, und um dir zu dienen."
Der König antwortete dem Provinzial, daß er denJesuiten nie abgeneigt gewesen sey. und daß das Unglück,das er je einem aus ihrem Orden gewünscht habe, ihnselbst treffen soll; indessen habe das Parlement ihre Be-schlüsse wider sie erst nach langen und reiflichen Berath,schlagungen genommen. Hierauf ließ er sich die Anrededes Provinzials schriftlich überreichen, und entließ sie mitder Versicherung, daß sie guter Hoffnung seyn sollten.
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7 om. ei'e. 168. ^
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