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Achtes Buch,
sie ganz sicher Frankreich verlassen hatten, wenn sie jemalsmit Ernst zur Erfüllung jener Bedingnisse waren angehal-ten worden. Seitdem habe es nie an wichtigen Beschwe-rungen wider sie gefehlt; besonders nachdem sie bald genugttnfiengen, sich aller weltlichen und geistlichen Gerichtsbar-keit zu entziehen. Ihre gefährliche Sitlcnlchre verdieneum so meyr alle Aufmerksamkeit, nachdem dieselbe nichtetwa die Sitkenlehre eines Privatus, sondern der ganzenGesellschaft überhaupt sey. Alle Jesuiten ohne Ausnahmewären der Meynung, daß außer der päpstlichen keine hö.hcre Macht auf Erden sey; baß der Papst Gewalt habe,Könige in den Kirchenbann zu thun, und sie als Lyran-ncn von ihren eigenen Unterthanen ungestraft morden zulassen. Nicht weniger schädlich für die Ruhe des Staatssey ihre Immunität, nach welcher kein Jlsuire, so eingroßes Verbrechen er überhaupt begangen haben mag, ander Majestät sich vergreifen könne, weil kein Jesuile, zu-folge dieser Immunität, der Unterthan eines Königs, oderüberhaupt irgend einer Gerichtsbarkeit unterworfen seynkönne. DiesesJmmunitätssystem halten sie auch zuGun-sten der ganzen Geistlichkeit entworfen ^ und es wäre folg-lich jedem Priester erlaubt» ungestraft mit blutigen Han«den gesalbte Könige anzugreifen, Diese verruchte lehresuchten sie auch in Schriften allgemein zu verbreiten; undsie hätten gegen zwey spanische RechtSlehrer, welche be.haupteten, daß die Klerisey der königlichen Macht unter-worfen sey, deswegen einen ärgerlichen Schriftwechsel an-gefangen. Solche schädliche und irrige Lehrmeynungensollten Kynige nicht dulden, indem sich auf die Tr«uc undErgebenheit derjenigen, welche dergleichen alle Reichsver-fassungen umstoßende Grundsätze lehren, keineswegs zuverlassen sey. Oder dürfe man ihnen deswegen trauen,weil sie, ihrem Vorgeben nach, in Paris anders» alsin Rom, glauben und kehren wollen? Wenn sie dieß zu-folge einer heimlichen Dispense thun dürften, was