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Achtes Buch. '
setzen. Das königliche PateUt schrankte ihre Aufnahmenur auf eine bestimmte Anzahl von Städten und Provin-zen ein. Nur in Toulouse, Auch, Ägen, Rho^des, Bordeaux, Perigueux, Limoges, Tour«non, le Puy, Aubenas und Beziers sollten siesich nach dem Willen des Königes wieder setzen dürfen^Allein sie verstanden die Kunst, sich unbemerkt des gutenHeinrichs zu bemächtigen, der allzu großes Vertrauenauf die Uneigennützigkeit und Treue derjenigen setzte, dieer mit Wohlthaten überhäufte. Solchergestalt geschah esdenn auch, daß sie noch in dem nämlichen Jahre zuAmiens, und bald darauf zu Poitiers, ohngeachtetalles Widerstandes von Seite des Bischofes und der Ein-wohner dieser Stadt, durch listige Ränke und Gewaltthä.tigkeit Kollegien an sich brachten. Eben so geschwindUnd glücklich gelang es ihnen/ ihre Aufnahme zuVienneinDauphinö, zu Rouen, zu Caen, zu Rheims,Und zu Bearn zu erhalten. An den meisten Orten ent-rissen sie der Geistlichkeit die besten Pfründen, und Vcrei,nigten mit ihren Collegien die Einkünfte der reichsten Srif-tungen und Privrate in Frankre ich *). Vergebens wi-versetzten sich ihrer Habsucht die höchsten Gerichtshöfe desKönigreiches. Vergebens beriefen sich die Beraubten aufEigenthumsrecht. In einer unbegreiflich kurzen Zeit hatteder feine Hofjesuite, P. Cotton, den guten Heinrichsamt allen seinen Höflingen und Maitrcssen, so außeror-deutlich verblendet, daß dieser sonst so einsichtsvoll« K>>nig nur zu oft den ordentlichen Rechtsweg vermied, umdurch königliche Machtsprüche den Jesuiten alles einzuräu-wen, was ihre unersättliche Habsucht, freylich allemalunter irgend einem glänzenden Scheingrunde von Uneigen^nützigkeit und Beförderung des allgemeinen Besten, nur 'immer sich wünschen mochte.
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