Band 
Zweyter Band.
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Geschichte der Jesuiten. 2a;

Ungeachtet dieses fruchtlosen Versuches, wollte dasParlement doch nicht zur Registrirung schreien. Alleindie Ungeduld der Jesuiten, ihre Kabalen am Hofe, undHeinrichs Furcht beschleunigte endlich mittelst drohen-der Jusstvnspatente, die der König wiederholt an seinenMagistrat erließ, die Sache so geschwind, daß schon aml 2 . Jenner i6o^ die königlichen Patente, jedoch mit demDeysatze registriret wurden, daß das Parlement erst nachernstlichen Vorstellungen an den König diesen Schritt ge-than habe.

Zweites Kapitel.

List und Gewaltthätigkeit -er Jesuiten, sich neue Etablisse»ments in Frankreich zu verschaffe». Ranke der Hvsjesmten.Sie suchen den Herzog von Sullp zu stürzen.

Aie Bedingnisse, unter welchen die Wiederaufnahme derJesuiten in Frankreich zu Stande kam, waren sehrbestimmt, und von der Art, baß diese, ohne ihr Institutin den wesentlichsten Hauptpunkten zu verletzen, sich niejur Beobachtung derselben verstehen konnten. Gleichwohlhaben sie sich alle Beschränkungen gefallen lassen, weil siewohl voraussahen, daß es ihnen, wenn sie einmal amHofe den Ton angeben würden, ein Leichtes seyn müßte,alle Verbindlichkeiten gegen den König und die Nation auf-zuheben. Und wirklich hatten sie gleich nach ihrer gesetzes-kräftigen Wiedereinsetzung tausend Kunstgriffe in Bereit-schaft, den deutlichsten Inhalt der Gesetze zu verdrehen,und sich über alle Kontrakte und Eidschwüre hinwegzu-

der König nie gedacht hätte. Mangold führt in seine»Refieuonen eben diese untergeschobene Anrede an, und suchtderen Aechtheit zn beweisen.