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Achtes Buch.
„habe." Der Jesuike wurde über einen Befehl bestürzt,welcher ganz zur Unzeit an ihn kam. Cr suchte sich mitseiner Wahrhaftigkeit zu entschuldigen. Allein der Königbeharrte alles Ernstes darauf, daß Cotton die Briefevorzeigen sollte. In der ängstlichen Verlegenheit ent-fernte sich dieser, und suchte die Sache durch Aufschubins Vergessen zu bringen. Er ließ sich den ganzen Tagvor dem Monarchen nicht mehr sehen, und als er am fol-genden Morgen Dienstes wegen erscheinen mußte, undneuerdings an die Briefe erinnert wurde, entschuldigte ersich anfangs mit der Abwesenheit der Person, in derenHanden die Briefe seyn sollten, und endlich, als diese Ent-schuldigung nicht immerfort dauern konnte, damit, daßdieselben vom Kammerdiener dieser Person aus Unachtsam-keit ins Feuer geworfen und verbrannt worden waren *).Mit weniger Scharfsinn, als Heinrich besaß, hätteman dieses grobe Lügenspstem entdecken können. Der Kö-nig machte also nicht viele Worte mehr, und verließ denJesuiten, der sich, auch in dieser Lage noch, immer aufseine Wahrhaftigkeit berief, mit erzürnten Blicken.
Sully führt diese Begebenheit in seinen Denkwür-digkeiten sehr weitlauftig aus. Er sieht sie als eine w>ch«tige Epoche seines sonst weit wichtigern Lebens an. Ergesteht, wie viele Mühe er sich dieser an sich unbedeuten-den Kleinigkeit wegen geben wußte, seine Unschuld an denLag zulegen, da doch sonst sein MkNistenalbetragen beyweiten dergleichen weitläuftigen Rechtfertigungen nicht be«nöthigt gewesen wäre. Diese ganze Geschichte liefert also^ einen neuen Beweis, wie groß schon zu seiner Zeit dieMacht des Ordens, und wie gefährlich besonders feineIntriguen an Höfen gewesen seyen, und daß selbst die ge-prüstestc Redlichkeit und Unschuld der stärksten Waffen sichbedienen mußten, um die List und feinen Ranke desselbenzu besiegen.
*) Daselbst. >- o. S azZ.