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Geschichte der Jesuiten. 24z
durch sie ju erheben, wurden seine Feinde; und man rührenicht eher, als bis die Geduld dieses großen Mannes er-müder, und er genöthiHet war, sich aller Staatsgefchaftezu begeben. Wie sehr die Jesuiten, seine unversöhnlichstenFeinde, daran Antheil genommen haben, ersteht man ausseinen hinterlassenen Denkw ürdigkeiten"). Er machtekein Geheimniß daraus, daß sie und ihre Anhänger un-aufhörlich dahin arbeiteten, ihn vom Hofe und von denGeschäften zu entfernen.
Wirklich eröfneten sich um diese Zeit den Jesuiten neueAussichten, ihre Macht zu vergrößern. Zu den geheimenBerathschlagungen, die, wieSully anmerkt"), geradezur unschicklichsten Zeit bey der Königin gehalten wurden,hatte niemand Zutritt, als der päpstliche Nuntius, derspanische Gesandte, der Herzog von Epernon, und derJesuite Cotton, und was zu dieser Faktion gehörte. Esist leicht zu begreifen, daß von dieser geheimen GesellschaftauS der große öffentliche Staatsrath beherrscht, und vondieser Zeit an das Privatinteresse dem allgemeinen Nutzenweit vorgezogen wurde. Die Jesuiten wußten sich deSEinflusses, den ihr Genosse Pater Cotton im geheimenRath behauptete, sehr zu ihrem Vortheile zu bedienen.Sie erneuerten ihre Versuche, den öffentlichen Lehrunter«richt an ihr Collegium zu bringen, mit neuen Kräften, underhielten schon unterm 20. August r 6 ia Majestätsbriefe,durch kraft derenJnhalt sie befugt seyn sollten,snicht nur inden theologischen, sondern auch in allen übrigen Wissen-schaften und Künsten Unterricht zu geben. Die Jesuitenversäumten keinen Augenblick, diese Gewaltakte dem Par-lamente zur Einregistrirung vorzulegen. Allein dieser Ge»richtShof trug billiges Bedenken, einen geheimen Hofbe-fehl, der alle Freyheiten und Gerechtsame der Universität
») Bond Vll. Buch xx. S.Lyi.
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