Z 4 6 Achtes Buch.
Aufklärung auszubreiten anfingen, die Inquisition; eiltemordend mit der Fackel des Fanalismus von einem Endedes Königreichs ins andere, und baute sich, den Denk-mälern der Kunst und des Geschmackes gegenüber, auf
den Ruinen zerstörter Andachlshäuftr und den Leichen er« ' ^
tvürgter Huguenorten, Monumente des Schreckens. ^
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Erst nachdem hundert taufend Franzosen das Reich ^
verlassen, sechzig Millionen Livres ins Ausland kamen, die ^
Haudelschast versunken, die feindlichen Flotten mit yoc>o sm
der besten Matrosen des Königreiches bemannt, 6 so Offi- A,
ziere und 12000 der erfahrensten Soldaten in den Soldftindlichcr Machte getreten waren *), erst dann fing manan, fteylich mit vieler Bestürzung, die Folgen einzusehen,welche diese beyspiellose.Jntoleranz in allen Rücksichten aufFrankreichs Wohlstand nach sich gezogen hatte. AI«lein das Uebel war so groß, und das Privatiuteresse der«
Wenigen, die dies« Auftritte veranlaßten, wirkte so mächtig, ^
daß man, (zumal da der König aus Altersschwachheit
von Liebcsopfern entkräftet, und vom Beichtvater furcht- dc>
sam gemacht, alles ernsthaftem Denkens unfähig war,)
mit allem Bedachte die Mittel versäumte, welche sowohl
den Ruhm, als die Wohlfahrt des Reiches zu retten im ^
Stande gewesen waren.
Ich habe mich absichtlich über diese Geschichtsepoche Fr
weitlauftiger, als über andere Begebenheiten, ausgebrei. ,,d
tet. In den mir bekannt gewordenen Jesuitengeschichken „2
wird entweder nur kurz oder gar nicht des Einflusses „d
gedacht, den die Gesellschaft Jesu an dieser schrecklichen wo
Hugucnottenverfolgung genommen hat. Gleichwohl darf der
man nur die zerstreuten Züge, die sich in verschiedenen ren
Schriften, die über diesen Gegenstand erschienen, zusam- Ta
Mcnsetzen, um ein zwar getreues, aber furchtbares Ge- goi
mahlde von den Hauptpersonen dieses Trauerspiels zu
-) Lkiä. XVII. PSß, 38<r.