Band 
Zweyter Band.
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^62 Achtes Buch.

konnte, ehe sie ihre Derathschlagungen anfingen, voraus-sehen, daß der Cardinal Noa illes verlieren würde *).Unter allen Consultoren war nur ein einziger, der diefranzösische Sprache verstund; und doch sollten sie einWerk, das französisch geschrieben war, beurtheilen undverdammen. Allein man hatte es nicht so genau zu neh-men. Le Tellier regierte von Paris aus die Con-gregation in Rom. Er ersparte ihr die Mühe, sich überein Werk, dessen Sprache ihr unverständlich war, denKopf zu zerbrechen, und ließ die Satze, die er mit Jnqui,sitionsblicken aus dem Werke des armen Quesnelsaufhaschte, durch Kouriere nach Rom bringen. Er er-laubte den Beysitzern der Congregativn nicht einmal, reif-lich und mit Bedacht diese Satze zu untersuchen, unddrang mit jedem Posttage in den Papst, die Ausfertigungder Bulle zu beschleunigen. Man wollte sich nicht über-«ileu, besonders nachdem die Congregativn noch nicht überdie Eigenschaft der von le Tellier eingesandten Satzeeinig war. Allein die Jesuiten wußten dem Papste be-greistich zu machen, daß es nicht darauf ankomme, obein Satz, der vom römischen Stuhle als ketzerisch verdammtwürde, auch wirklich ketzerisch und Verdammungswerth sey.Sie hatten aber um diese Zeit ein besonderes Interesse,die Ausfertigung der Bulle zu betreiben. Die Fortsetzungder Jesuitengeschichte, welche Pater Jouvenci heraus-gab, machte ihnen in Frankreich Verdruß **). Sie

«) Ilil Äliiüskre «ls ls Lour «le Roms, hui scoir slor» «lsn» unsLour e'trLngere, az«Lnc vu ls lirce «ls csux qui «levoienl com-xossr os«cs Lougrexrmon, s'scriL sn presencs «ls plurisursperzonues. 6'erc teil <lu Lsi-tlinsl «ls de-iaiHs,; /s connois,«lir -il, lou» cez tlonsuiteurL; cs »onl ßens peu cspsbls» «c

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«») Juvenzi war von Amtswegcn Geschichtschreiber seines Or-dens. Er setzte die Annalen seiner Vorgänger, des Or lan-