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Zweyter Band.
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425
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Geschichte der Jesuiten. 425

werden, wie gedachte Vorsteher mit Zuziehung aller Mis>sionsväter sie zu entwerfen für gut befinden werden. Inden Städten und Flecken sollen sich keine andere Personen,als eingebohrne Indianer samt ihrer Familie, aufhaltendürfen: und zwar der schlimmen Folgen wegen, die ausder Vermischung der Europäer mit jenen Völkern entste-hen könnten. Deswegen soll der Gouverneur alle Weissenund Muraten *) fortschaffen, und ihnen zu keinen Zeitendie Wiederkehr gestatten. Wer sich nach Bekanntmachungdieser Verordnung säumt, seinen Aufenthalt zu verlassen,soll öffentlich durch die Strassen der Stadt mit Ruthengestrichen, und, falls er ein Adelicher wäre, auf fünfJahre nach Angola, und zwar ohne alle Appellations-gestattung, verwiesen werden.

. Aus solchen Verordnungen, die sich eben so wenigMit den Grundsätzen des allgemeinen Völkerrechts als mitdem wahren Interesse der portugiesischen Monarchie ver-einbaren lassen, kann man sehr leicht dir Absichten unddie Anstalten erkennen, welche die Jesuiten getroffen hat-ten, einen in jenen Provinzen ganz unabhängigen Staatzu errichten.

",

») Kinder, die aus den vermischten Ehen der Europäer mit.. Indianerinnen entsprossen.