Band 
Zweyter Band.
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Geschichte der Jesuiten. 427

leisten; und man ist sogar auf Spuren gekommen, daßeben diese Ordenslcute, und zwar mit Bewilligung ihrerVorgesetzten, öffentlich zur Parthey der Presbyterianertraten, um desto heimlicher und mit sicherm ErfolgeProselyten der römischen Kirche zu machen *).

Die Nachsicht, mit welcher Jacob I. gegen dieKatholiken verfuhr, schien den Plan der Jesuiten unge-mein zu begünstigen. Sie verbreiteten in heimlichenMissionen die Grundsätze ihrer Kirche, und schoben sowohl in Hofdirnste als in die Parlemente ihre Kreatu-ren ein. So ganz verborgen konnren die Anstalten, diesie trafen, doch nicht bleiben; und das Mißtrauen ge-gen eine Sekte, die man aller Verbrechen fähig glaubte,wuchs von Tage zu Tage stärker. Den Fehler, denJacob durch sein zweydeutiges Betragen machte, mußtesein unglücklicher Sohn Karl I. büßen. Er strebte mitmehr Eifer als Klugheit nach Despotismus. Manglaubte in ihm zu gleicher Zelt einen Feind der herr-schenden Religion und der Staatsverfassung befürchtenzu müssen. Es fehlte ihm an Glück und an Unterstüz«zung, seine Plane auszuführen. In dem außerordentli-chen Schrecken, in welchem das Volk nur Feinde seinerFreyheit zu sehen glaubte, verleitete der herrschsüchtigeCromwell die großmüthigste Nation von der Welt, einVerbrechen zu begehen, wovon die Geschichte bis dahinkein Beyspiel auszuweisen hat. Sie ließ ihm den zo.Jenner 1649 auf öffentlichem Schaugerüstr das Hauptabschlagen.

Die Geschichte führt es als eine Hauptveranlassungdieses unglücklichen Falles an, daß Karl zu viele Par-teylichkeit gegen die Katholiken bewiesen habe. Die Par-lamente beschuldigten ihn dessen sehr oft. „Er habe,"

'i') Mapin von Thopras Geschichte von England- Band V,Buch XVM. S- 44ü.