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Fünfzehntes Buch.
„Ihr müßt »och beyfügen, daß mich keine Gegenvor-stellungen oder Bitte, von wem diese auch kommen mag,von meinem Entschlüsse abwendig machen werde; und end-lich werdet ihr dem Römischen NunziuS anliegen, seinemHerrn einen genauen und umständlichen Bericht von meinenGesinnungen zu erstatten."
„Ich hätte es nie erwartet, daß der Papst, durch dieso lange Verzögerung dieser Sache seine eigene Vortheile ver-nachlässigen , und mich in die Nothwendigkeit setzen werde,mich mir so starkem Nachdrucke zn erklären. Damit endlichder Nunzius, den dieser Fürst am Hofe zu Wien bat, dasgleiche seinem Souverain schreiben könne, so habe ich demFürsten von Gallitzin befohlen, ihm i» dem gleichen Tonemeine Gesinnungen zn offenbaren.
Ich bin '
Eure affektionirteKatharina.
Wenn die Jesuiten die Unrcchtmäßigkcit ihrer Aufhe-bung vorzüglich auch von dem Zwange und den Drohungenherleiten wolle», mir welchen die bour konischen Höfein den Papst drangen, so muß ihre dcrmalige Eristeuz inRußland um nichts rechtmäßiger seyn, nachdem man,wie es der Inhalt des vorstehenden Schreibens beweist,einen. Römischen Papste unmöglich größere Gewalt anthunkann, als ihm durch seine Nunzien Drohungen und Bitter-keiten in einem solchen Tone, in welchem KatharinaIpricht, schreiben zu lassen. Und dann war der Fall auchimmer sehr ungleich. Die bonrbonische» Höfe erkanntendie Befngniß, in welcher ei» jeweiliger Papst sey, Orden znerrichten und anfznheben; da im Gegentheile die Kaiserin
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