Sechzehntes Buch.
daselbst, hat schon abgewichenes Jahr Sr. Kurs. Durchlaucht,Hbchsiseligcn Andenkens, die unterthanigste Vorstellung gc-machk, »nd in aller schnldmaßigsten Aufrichtigkeit die Anzeigehöchsten Orts eröffnet, daß, außer der StattlerischcuTheologie, von der studirenden Jugend fast alle übrige Wis-senschaften gering geschätzt, und folglich vernachlässigt werden.Allein diese unsere Vorstellung machte nicht den mindestenEindruck, sondern die Ersehnten suchten im Gegentheil ihrLehrgebäude noch mehr zu verbreiten, da sie auf eine ganzfeine, äußerlich nach einer guten sparsamen Oekonomie schmck-kendcn Art, die dogmatische Theologie sich allein zueigneten,auch erhielten, daß der Pros. der Philosophie, Gabler, zumDirektor der Lclentisrum, nebst dem Repetitor S a i l e r, indem Ollvgio /Ubsrtinc» aufgestellt wurden; wodurch dieseHerren ihre Absicht erreichten, daß die höch st gefährlicheStatt! er ische Theologie nicht allein zur allgemeinenMuttersprache in dem Munde der Theologen geworden, son-dern anderer Professoren reine, nach der heil. Schrift, denVätern und der wahren Kirchcndisciplin geartete Lehre, um-gestoßen , verdreht, ja so zu sagen lächerlich gemacht wird."
„Vis auf diese letzten Zeiten legte man anfallen katho-lischen Unviversitätcn zum Grundstein einer wahren Theolo-gie die göttliche Schrift, wie selbe, nach Meinung der heil.Väter und der sämmtlichen Kirche, ausgelegt und verstandenwird, nach dem Verstand der Kirchenlehrer, der allgemeinenund sonderlichen Koncilieu, mit Beihülfe einer unverfälsch-,tc» Geschichte unterstützt, durch die bereits angenomme-nen Regeln einer gesunden Kritik. Seitdem aber ein Erje-snit Stattler, nunmehriger ProkauzellariuS, die Ka-theder bestiegen, und durch ein ganz wundersames Monopo-lium sich die dogmatische Theologie eigen gemacht; ist ein deralten Stammlehre schnür geradezu widriges Lehrgebäude an-gelegt worden."
„Die Stattlerische Philosophie (die mit ihrerUndeutlichkeit die feinsten Köpfe verwirrt,
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