Geschichte der Jesuiten. izz
welche, nach des Verfassers eigenem Bekenntniß, der Theolo-gie zu Liebe ist geschrieben worden, und ohne welche sothanenicht kaun verstanden werden), ist der heutigen Gotteslehreeinzige Grundsaule. Man Hort nur immer ihre Neulinge vonder ächten Metaphysik eines hcrabschwatzen; ihre Ant-worten aller ihrer Auflösungen, in öffentlichen Prüfungen sowohl, als soudcrheitlichen Versuche», sind »ach dem Ton ihrerMetaphysik angestimmt. Sobald man diese einer wahrenGottesgelehrthcit Unerfahrne, nur von weitem über die Kir-chengeschichte, Koncilien und eine gründlicheMo-ral hinführt, verstummen sie, und lege» mit nassen Augendas Bekenntniß ihrer Unwissenheit ab; wovon nicht einmalder von Erjcsuitcn so hoch gepriesene Repetitor Sailcr aus-genommen, der, in dem mit ihm vorgenommene» Lxsmine prograclu Ucentistu« ttisoloßici, sich merklich verrathen, daß erdie Stattlerische Theologie recht nett auswendig her-aus zu sagen wisse (wohin sich alleinig seine ldlota Lmi»entisserstrecken kann), alles übrige aber noch weit besser zu lerne»sich darf angelegen seyn lassen."
„Dieses Buch, die Stattkerische Philosophie, dseGroßmutter seiner ganzen Theologie, dürfen wir mit Rechtein Buch nennen, in welchem der Grund zu dem ProbabiliS-mns und Molinismus gelegt wird. Wir umgehen die ganzvon unserm alten theologischen Kirchcnsystem ausartende Mei-nungen von der philosophischen und Erbsünde, von den heil.Sakramente», von der Gegenwart Christi im AlrarSsakramcnt.Genug, daß diese neugeschmiedete Lehrsätze von den Universitä-ten Wirzbnrg, Freyburg und Jena übel angesehen undmit einer unrühmliche» Censur belegt worden. Es ist einerganzen theologischen Fakultät ohnehin anstößig genug, daßauf den bischöflichen Dikastcricn, von der neu erstandenen Phi-losophcntheologie mit höchstem Widerwillen, wahrhaft gelehrteRäthe gesprochen, und schon nicht Einen, die dergleichen un-erhörte Sätze behaupteten, von den Weihen ausgeschlossenmrd verworfen haben.