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Vierter Bnad.
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Geschichte der Jesuiten. 145

demselben die allerhöchste Gnade und Schutz zu versichern.Auch sollen alle in demselben rvohlgelroffene Einrichtungennach seinem jetzigen Institute vom Gubernio gehandhabt wer-den. Ferner, da die beyden Bischöfe nunmehr, durch die ge-meinschaftlich unternommene Untersuchung, von dem Un«gründe der ihnen beygebrachten, so gefährlichen Beschuldi-gungen überführt seyn müssen; so versehen sich Se. Majestätzu ihnen, daß sie den Alumnen prsovi,, exsmlns die geist-lichen Orälne« (Weihen) jederzeit willigst ertheilen, solcheauch den unterhabenden Pfarrern vorzüglich z„ Gehülfen an-empfehle» werden."

So endigte sich ein in den ersten Austritten tragischesSchauspiel mit dem Triumphe der Philosophie und der Ge-rechtigkeit. Ganz Deutschland bewunderte einen Mo?narchen, welcher den Muth hakte, arme und hülflose Be-klagte gegen reiche, und an Geburt und Rang so erhabeneKläger zu schützen ^).

*) Doch dieser Triumph wechselte »ach vier Jahren wieder mitdem Siege der Jesnitenrache. Bald »ach VIaarerS Entfer-nung aus Brün» gewannen die Bischöfe und Konsistorien wie-der die Oberhand. Man hatte den Monarchen zu bereden ge-sucht, daß von der Subordinazivn der Geistlichen gegen ihre Bi-schöfe die Ruhe des StaatcS abhänge, und daß diese Subordi-nation im geistlichen eben so wenig alö im weltlichen Staate ge-stört werden könne, ohne das Ganze einer unvermeidliche» Ge-fahr auszusetzen. Durch diese Scheingründe gewann die hoheGeistlichkeit wieder, was sie znin Theil durch obigen UrtheilS-spruch des Kaisers verloren hatte. Man fing a», die jungenPriester neuerdings an die Autoritäten der Jesuiten zu gewöhnen.AIS demnach Blaarcr im Jahre -785 aus Berlin in sei»Vaterland, die Schweiz, reisen wollte, und seine» Wcq überLeipzig, durch die Lgusitz, Schlesien und Mahre»nahm, wurde er durch die Fürsprache einer Dame, welche eine»EHesuiten zum Beichtvater hatte, zu Vrün n in Verhaft ge-nommen, gesanglich nach Wien gebracht, bis aufs Hemde aus-gezogen, und nach einem fünftägigen Arreste genöthigt, eine»schriftliche» Revers von sich zu geben, daß er, nachdem er ausT-sch.». 2 tt. IV. Bd. lo

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