Band 
Vierter Bnad.
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Geschichte der Jesuiten.

chischen RömerdespotiSmiis fochten, erschienen ihre Kollegenin Bruch'sal auf dem Kampfplätze, um mit einem nochbey weitem gefährlichern Feinde, mir der Philosophie, einAbcntheucr zu bestehen. Ein in dem bifchöfl. Speierschen

kann. Regens. Aber was halten Sie denn von mir, undvon vielen Andern, die eben so denken, wie ich? Blaarer.Aber was halten Sie denn von mir, und von viele» Andern,die gerade so denken, wie ich? Wisse» Sir nicht, daß, s» oftZwey über einen Punkt uneinig find, ein Jeder glaubt, er haberecht, und sehe die Wahrheit und ihre Gründe besser ein, alssein Gegner? Ich habe aber noch einen Grund mehr, der michberechtigt, an der gründlichen Gelehrsamkeit derjenigen zu zwei,feln, welche jene Bulle annehmen, weil ich selbst lange Zeit ei»Moliuist war, und zwar kein gemeiner, sondern ein tüchtigerMolinist; meine Lehrer im Lollegio Uslverico zu Mailand,die Erzmolinistei, waren, der Kardinal Mi-arzi, und selbstdie Jesuiten zu Wien, haben mich für einen würdigen Schul»koliegeN angesehen. Mithin .kann man niir wohl zurrauen, daßich ihren ganzen Bettel studirt und begriffe» habe. Allein ichbin s» glücklich gewesen, bey dein scel. Bischof Stock, denSie gewiß auch für einen Gelehrten werden gelten lassen, michdes Gegentheils viel gründlicher und gan; Unumstößlich zu über-zeuge». Regeys. Was meyne» Sie? Ich habe dasjenige,was man gegen die Bulle UnigeuituS einwendet, auch gele-sen. Blaarer. WaS werde» Sie denn auch gelesen haben?Regens. Ich verstehe ja Französisch, und »erstehe viele Fran,zöfischeBücher- Blaarer. DaS Gott erbarm! Ich weiß jaungefähr, was für Bücher sich nach Schwaben verlaufen kön-nen. Die Französischen Jesuiten haben auch Bücher geschrieben,und die Deutschen Jesuiten sorgen fleißig dafür, daß ihre Schü-ler ja keine andern zu lesen oder zu sehen bekommen, besondersin Schwaben —. Mit diesem endigte sich daS Gespräch.Aber erst nach 6 Monaten erhielt Blaarer, gegen Ausstellungeines Reverses, daß er in der bifchöfl. Costanzischen Diözesedie Bulle Unigenitus nicht bestreiken, und diejeniaen, welchesie annehmen, nicht beunruhigen wolle, die Erlaubniß, sich „achSchmerjken zu begeben. Er blieb aber nicht lanqe daselbst,sondern ging mi Jahre >786 nach Holland. S. SchlözertGtaakSanzeigen. Dd.lX. Hsk.XXXlV. G.-<-i-r»s.