Band 
Vierter Bnad.
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Geschichte der Jesuiten. 15;

den PoNinqischen Plan die Herren Prälaten Desxotse.

der Schulen würden ^)."

*) Dieser Umstand Hütte allerdings eine Beherzig»»» verdient.So wenig eS rathsam war, den Jesuiten ausschließlich dieOberaufsicht über daS Schulwesen »1 überlassen, so gefährlichwar es auch, ein solches Recht den Prälaten einzuräumen.Zwar wurde, um diesen Despotismus zu mildern, eine Landes-herrliche Kuratel übte das Schulwesen errichtet; alleindiese konnte dessen ungeachtet nicht verhindern, daß die Prä«taten nicht ganz willkührlich J-uoranten zur Professur abschick-ten, und jene, weiche zu viel freyen Geist äußerten, in dieKlausur zurück riefe». Außerdem waren die meiste» Prälatenin dem Falle, sich bis auf diesen Augenblick für Sachen,welche öffentliche Studien angehen, nicht sehr bekümmern zudürfen. Die meisten hatten von Litteratur ganz und gar keineKenntnisse, und beynahe auch schon ihre eigenen in Schulenerlernte Wissenschaften vergessen. Wer die Einrichtung derPrälaruren kennt, weiß es aus Erfahrung,, daß, um Abtwerden zu können, ganz andere Eigenschaften, als gelehrteKenntnisse erfordert werden- Wieder andere, die ja etwas mitBüchern umzugehen wußten, hatte» traurige Vorurtheilc widerAufklärung und Philosophie. Sie reiften ehedem unter denHänden der Jesuiten, und erhielten gerade so viel Kultur, alssie nöthig hatten, für jene Zeiten brauchbare Ordensgeistlichewerd.n zu können. Die jünger» Religiösen, welche nach Auf-hellung deS Jesuitenordens unter der neuen Schuleinrichtungstudirten, hatten sich so geschwinde nicht zur Prälatenwürdeerheben könne». Außerdem aber waren aus einem sehr na«türlichcn Grunde auch diese nickt alle gut gebildete Köpfe, undjene, die es waren, mußtet! sich unter die Zuchtruthe schmie-gen, und einen beynahe übernatürlichen Muth besitzen, umbey dem unaufhörlichen Sckicfblickcn alter Ignoranten, denenMenschliche WcrShcit eben deswegen, weil sie ihnen ungenieß-bar i§, Greuel und Verwüstung scheint, dasjenige bessere Wis-sen , waü sie auS Schulen mitbrachten, nickt ganz hintanziisez-zen, und auf eine weit gemächlichere Weise, bey maschinen-mäßigem Beten, Gähne», Schlafen und Trinken, den Ruhmeines friedfertigen, gehorsame» und demüthigen OrdenSmannszu verdienen. ES ist zwar nicht zu läagyen, daß im Durch-schnitte auch einige wirklich sehr wackere, Uit Kenntnissen wohl