Band 
Vierter Bnad.
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Sechzehntes Buch.

verschwendet werden, als auch des überflüssigen Klostct'retch-thums, mit fürstlicher Standhafligkcit zu bestehen, welcherohnehin die Klostcrzncht und die ganze Absicht der heiligenOrdensstifter zernichtet "

Der Hofjesnite Frank gab sich alle Mühe, dem Planeseines Mitbruders einen Vorzug zu verschaffen. Allein seinVersuch mißlang. Der Maltheserordcn trat in den Besitzdes gcsammten Vermögens der aufgehobenen GesellschaftJesu, und die Prälaturen übernahmen ausschließend für sichdie Besorgung des Schulwesens. Unbeschreiblich war dieWuth und die Verzweiflung der Jesuiten. Noch konnten siehoffen, daß ihre liegenden Güter ihnen einst wieder zufallenwürden, nachdem sie das Projekt, an der Wiederherstellungihres -Ordens zu arbeiten, noch nicht aufgegeben hatten.Sie sahen die Wegschenknng derselben an einen ander» Ordenfür nichts geringers, als für eine äußerst ungerechte Berau-bung an , und konnte» sich in ihrer Bestürzung darüber so

») Mit Recht darf man StattlerS Vorschläge befremdlich fin-de». Denn wie kömmt eS, daß die Jesuiten eben das, was siein Ansehung ihrer urgerecht finden, in Ansehung eines Andernfür gerecht haltend Oder habe» sie für ihre unermeßliche Reich-thümer gültigere RechtStitel, als andere OrdenSsiänded Undwarum fordern sie den Kurfürsten auf, gegen die Mönelw einefürstliche Standhafligkcit zu zeigen, die sie nach der Hand, alssie gegen sie selbst gerichtet wurde, eine unerträgliche und unge-rechte Tyranncy nannte» d Warum stille ein Landesherr nurdann, wenn c6 nm Besteuerung der OrdenSgeisthchen zu thunjst, ^<!voc«rus Tectestrx: cr sxxeemus boiio-

IUM Lcclssiaa seyn, lind die Jesuiten auf keine Weife, auch»richt einmal zur Vertheidigung dcü Vaterlandes besteuern kön-nen d Seit welcher Zeit gestehen die Jesuiten den LandeSrc-gcntcn die höchste Verwaltung der Kirchcngütcr zu d Mansieht, wie weit sich Srattkcr aus Mißgunst mid Parkheysich,ke-t gegen die Mönche vergaß, und wie sehr er, um diese ver-haßt zu machen, die.Grundsätze seiner eigenen Gesellschaft ver-heimlichte.