Geschichte der Jesuiten. 18?
Illuminate» ansehe, da ich doch in keinem Falte unterlassenhabe, das zu thun, und bey mehren, Gelegenheiten öffent-lich zu zeige», was immer von einem Christen, der sichgerne zu der Religion, in der er geboren ist, bekennt, gefor-dert werden niag. Daß ich ein Mitglied der hiesigen Frcy-maurerloge gewesen bin, läugne ich gar nicht. Ich bin eszu derjenigen Zeit geworden, als ich billig-vermuthen konnte,Se. Kurs. Durchlaucht würden, wie mehrere FürstenDeutschlands, eine Loge in Dero Landen toleriren. Manversicherte mich bey meiner Aufnahme in dieselbe, daß darinweder die Religion, noch der Staat, noch der Landesfürstbeleidigt würde, und ich muß zur Steuer der Wahrheit be-kennen, niemals etwas gegen einen dieser Gegenstände an-stößiges gesehen oder gehört zu haben, wovon S. Knrf.Durchlaucht selbst sich werden überzeugen können, wenn Siedie Beschuldigungen, welche der Loge aus was immer fürPrivatursachen und gehässigen Absichten jetzt gemacht wer-den, nunmehr mit aller Schärfe und Genauigkeit, wie iches von der bekannten Gcrechtigkeiislicbe Sr. Kurs. Durch-laucht nicht anders erwarten kann, werden haben untersuchenlassen. Nachdem Se. Knrf. Durchlaucht Ihre Gesinnungengegen alle geheime Verbindungen durch die Verordnung vori-gen Jahres öffentlich an den Tag gegeben haben, so habe ichauch nicht gesäumt, mich der gnädigsten Verordnung zu fü-gen, und den mit der Loge vorher gehabten Nerum aufzuhe-ben, und hierdurch dem gnädigsten Befehle und der Pflichteines gehorsamen Unterthans vollkommen Genüge geleistet."Man vermuthete, daß durch eine solche VerantwortungDelling gerechtfertigt seyn würde. Allein zwey Tage,nachdem das Protokoll dem geheimen Rathe übergebenworden, erfolgte die höchste Entschließung des Inhalts:«Daß der hiesige innere Stadtrach Joh. Nepomuk vonDelling nicht nur die kurfürstl. Verordnung in Betreff desIngolstadtischen Stadwbcrrichtcrs Fischer zu kntisi-ren, sondern auch die Milldillerschen und Winkoppi-