Band 
Vierter Bnad.
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Geschichte der Jesuiten. 205

noch Staat vor einem unvermeidlichen Verfalle retten könne,ohne die Gesellschaft Jesu iu jenen Stand, in welchem sievor ihrer Aufhebung war,' zu versetzen.

Auch darin haben die Schutzschichten der Jesuiten vorallen erdenklichen Schutzschriften das Eigenthümliche voraus,daß mag nur ihre Behauptungen, ihre Rettungsmittel, ihreGrundsätze mit ihren eigene» Worten anführe» darf, um dieSchwäche ihrer Vertheidigungen, die Armseligkeit ihrer So-Phistereyen, und die Unbehülflichkeit ihrer Waffenrüstung bisZur lebendige» Ueberzeugung zu offenbaren. Ein Charakterder Verzweiflung, der unsinnigsten Rache und des selbstge-sühltesten Unvermögens bezeichnet alle ihre Apologien. Da-,her stürmen sie denn mit so wüthendem Grimme auf Leutevon bessern Einsichten; schimpfen über Modephilosophen undPolitiker, und brechen den richterlichen Stab über Jeden,der nicht ihres Geistes ist, als über einen Betaster des Hei»ligthums der Religion und des Sraares. Sie, die wederden Despotismus der Päpste noch der Könige dulden könn»ten, in so ferne er ihrem Interesse im Wege stund, heißen nunjeden ehrlichen Mann einen Rebellen, der ihnen nicht holdist. Sie, die ehedem selbst aus der Bibel eine Fabel mach,ten, schreyen nun über Religionsentwüidignng, und sie, diein so unzähligen Lehrbücher» von Entstehung ihres Ordensbis auf unsere Zeiten den Monarchenmvrd so standhaft lehr-ten und vertheidigten, bczüchtigten der Monarchenschändungund Rebellion jene Menschen, unter deren Augen sie einst,aus elenden Absichten, Kirche und Staat erschütterten, und .die Regenten meuchelmörderisch anfalle» ließen.

Wer ihre bald nach Aufhebung der Gesellschaft verbrei-teten Schutzschriften liefet, findet noch eine andere, äußerstwichtige Bemerkung, welche insbesondere auf die Ereignisseder gegenwärtigen Zeitgeschichte Beziehung hat. Wenn manin Schriften, die in den Jahren 1780, 178Z und 1784 dieJesuiten in Umlauf brachten, ziemlich deutliche Winke über