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Geschichte der Jesuiten.
die nichts weniger als wahr sind, schmäht und stichelt derVerfasser durchaus höhnisch auf Männer von den höchstenWürden und von ausgezeichneter Frömmigkeit und Klugheit.Er ist vermessen und boshaft genug, um die RömischenPapste bald als Männer, die ihr apostolisches Amt miß-brauchen und fremden Winken leichtsinnig und unbcrathenknechten; bald wieder als Schalke darzustellen, welche heim-lich dasjenige gut heißen und begünstigen, was sie öffentlichmißbilligen und verwerfen. Die gottseligsten Könige beschul-digt er, daß sie den Anschlagen der Gottlosen durch die Fin-ger sehen, und nichts als Tyranney und Grausamkeit lieben;die hochwürdigsten Kardinale, daß sie fremder Sünden undSchclmereyen theilhaftig sind; unsere nnd anderer FürstenMinister aber, daß sie nichts als ihrem Nutzen nnd ihrenWollüsten nachjagen, nnd das Heil der Christenheit einvcr-ständlich verkauft haben; wic jdieses, setzt der Verfasser hinzu,etliche aus ihnen von ihrem Gewissen gedrungen, öffentlichzu bekennen keinen Anstand genommen haben. Vorzüglichlaßt sich dieser unverschämte Lügner angelegen seyn, dieMajestät und Macht des Pricsterthnms nnddes Königthums herab zu setze», den Frie-den und die Ruhe der Völker zu stören, diePflichten der Menschen gegen ihre Fürstenund gegen sich selbst zu zernichten, widerpäpstliche und laudcsfürstliche Dekrete nndVerordnungen Aufruhr zu erregen, die Ehreund den guten Namen ruhmvoller Männer zuverdunkeln, und dieselben auf daS wnthendstezu verl« ster n. In dergleichen Fällen haben Gesetzgeber,und vor allen die Römischen Päpste, sich es allemal angele-gen seyn lassen, einer solchen Ausgelassenheit im Denken,Schreiben und Lästern Einhalt zu thun, und zu sorgen, daßSchriften von diesem Schlage sich zum Aergernisse ehrlicherLeute im Publikum nicht verbreiten. Darum verdammenSc. Heiligkeit diese zweyte so genannte katholische Mcmoria