Band 
Vierter Bnad.
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Geschichte der Jesuiten.

eine Unterdrückung, die eine interessante, öffentliche und all-gemeine Begebenheit ist, nie den Mund öffnen zu dürfen;ungültig durch den wider alle diejenigen geschleuderten Kir-chenbann, die über das besagte Breve klagen, und dasselbeverdammen oder vertilgen würden; denn wenn das Brcvegerecht ist, warum soll man mit demselben nicht sagen dür-fen, daß die Jesuiten lasterhafte Leute waren, und wie kannman durch ein Breve exkvmmunizirt werden, wenn man ebenso, wie dieses Breve, spricht? Es ist ungültig, weil funf-zehnrausend Religiösen die gleiche Strafe betroffen hat,welche, wenn sie schuldig gewesen wären, es nicht durchausgleich hatten seyn könne»; es ist ungültig, weil noch stren-ger als die Religiösen die jungen Leute bestraft wurden, vondenen man ohne Zweifel voraussetzen mußte, daß sie die un-schuldigste», oder doch die wenigst verdorbenen seyen, undwelchen mau gleichwohl die den Professcn bewilligten Nah-rungspeusionen entzogen hat. Es ist ungültig, weil den Je-suiten auf eine ganz befremdlich^ Art verboten wurde, ihreVertheidigungsgründe, so gut sie auch immer sey» möchten,vorzulegen, gleichsam als gehörte es nicht in die natürlichenRechte, sich vertheidigen zu dürfen; nnd weil den Gerichts-höfen auf eine noch befremdlichere Weise verboten wurde, je-mals ihre Vertheidigungen anzunehmen, oder darüber ge-richtlich zu erkenne». Es ist ungültig, weil sich, man magdie Gesellschaft der Religiösen anklagen oder entschuldigen,die gröbsten Widersprüche darin befinden, indem eben dieseReligiösen, nach Inhalt des Breve, der Kirche die wichtig-sten Dienste geleistet, und gleichwohl, nach dem Inhalte desnämlichen, sich unaufhörlich durch Beunruhigung der Uni-versitäten strafbar gemacht halten; indem man sie aufhebt,weil sie nicht mehr Nutzen brachten, und damit sie nützlicherwürden; indem man sie in einem solche» Grade für strafbarerklärt, daß man genöthigt sey, sie aufzuheben, und gleich-wohl den Bischöfen sie als vortreffliche Arbeiter von dem Au-genblicke an empfiehlt, als sie in die sündhafte Welt verstreut