Band 
Vierter Bnad.
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Geschichte der Jesuiten. 24;

man allenthalben gegen die meisten Verfügungen desselbenprotestirte? Wenn es an keinem Orte, ohne willkürlicheModifikazivnen und Widersprüche, zur Vollziehung gebrachtwurde? Wenn Neapel bey Annahme desselben unter Le-bensstrafe verbot, es z» drucken und zu publiziern ^)? WennPreußen und Rußland, als sie dasselbe niHr annah-men, das gleiche Verbot ergehen ließen? Wenn das Par-lament von Paris drohte, es in dem Falle, wen» es ihnenzugeschickt werden sollte, durch den Henker verbrennen zulassen? Darf man sich wohl noch wundern, wenn dasselbevon der allgemeinen Kirche nicht angenommen wurde, indemdiese allgemeine Kirche keine Breven anerkennt, und dieStimme des heil. Stuhls, nach kanonischem Rechte, sichnicht anders als durch Bullen vernehmen läßt? Wenn unterden Französischen Bischöfen einige das Breve auf der Postliegen ließen, ohne es zu Handen zu nehmen, und andere,nachdem sie in ihrer berühmte» Versammlung im Jahre »762ein ganz entgegengesetztes Gutachten von sich gaben, sichnicht entschließen wollten, dem Breve beyzntreten? Wennder große Beaumvnt dasselbe gänzlich i» seinem Archiveverbarg? Wenn der Bischof von Verdün »ach Romschrieb, und sicherklarte, daß es nicht in seinem Vermögenstehe, dasselbe anzunehmen, ohne in den off, »barsten Wider-spruch zu fallen? Wenn endlich kein einziger Bischof eine»andern Gebrauch davon machte, als dasselbe z» mißbillige»?Wenn es in andern Königreichen nicht »nr von den Bischö-fen, sondern selbst auch von den Souveramen nicht angenom-men wurde? Muß man sich darüber verwundern, wenn

Klcmentinische Breve, untersuchte, nicht eben so vieleNullitäten und Absurditäten enthalte» würde.

*) Hier sagt der Herr Kanzler von Brabant eine offenbareUnwahrheit. Denn bet Hof von Neapel hat in seinem De-krete vom io. Winterm. 177; das Breve sowohl im Originaleals in der Ucbersetznng öffentlich bekannt gemacht. S. LebenKlemens XIV- S. -21.