Band 
Vierter Bnad.
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Geschichte der Jesuiten. 245

diesem zerstörenden Brcve zu geben sich bemühen, ganz zuentkräfte». Nun erlaubt mir noch, gebietende Herren, euchan die Beleidigungen zu erinnern, welche durch die Un- 'terdrückung der Jesuiten der Landeskonstituziou zugefügtwurden."

„ Wenn ihr in euren Archive» nachsucht, so werdet ihrfinden, daß die Jesuiten unter der Regierung Philipps II.und seiner Nachfolger, mit Beyhülfe der Stände, auf Be-gehren der Städte, und unter dem Staatssiegel, in die N i e-derlande berufen, und mit allen Formalitäten und mit fürdie gültige Sankzion der Gesetze nöthige» Klausuln aufge-nommen wurden. Da nun dieses seine Richtigkeit hat, soll-ten sie nicht auch jenes Schutzes berechtigt seyn, der jedemkingebornen Niederländer zufolge fcyerlich beschworner Privi-legien gebührt? War ihre Existenz nicht eben so gesetzlich,als jeder andern Gesellschaft? Waren sie nicht eben so gut,wie die ältesten Klöster, mit Vcrwilligungen versehen, welchevon höchsten Gerichtshöfen bekannt gemacht wurden? Undhat dasjenige, was nachher mit Beyziehung des SouverainSund der dreyen Stande, welche die Nation repräsentiern, an-genommen wird, nicht eben so viele Kraft und Stärke, alsdasjenige, was vorder primitiven Akte der Joyeuse En-tree angenommen und errichtet wurde? Ich behaupte nochmehr: Würde Joseph II-, so sehr er auch von dem neuenEvangelium des Fcbronius angesteckt war ^), es

*) Solche Aeußerungen sollten und könnten doch wohl unsere ka-tholischen Monarchen auf den höchst-schädlichen Geist der Jesui-ten aufmerksam machen. Sie wollen hciit'zu Lage weniger alsjemals ein anderes Kirchen - und StaatSrechl gelten lassen, alsjenes ihres Bellarmiu. Sie sehen daö wichtige Buch dessecl. Wcihbischvfs Hontheim <l« Sr»ru ocdosi-w für einWerk an, welches geradem die Hauptstützen der Religion nieder-wirft, und nennen dasselbe aus dieser Ursache ein neues Evange-lium, um dadurch den Begriff zu verbreiten, als hätte Febronganz andere Sätze, a!S Christus, gelehrt- Man muß mit der